Freitag, 29. September 2017

Balmoral Castle

Einen weiteren Ausflug kurz vor unserer Rückkehr nach Deutschland unternahmen der Ottentoddler und ich gemeinsam mit unseren deutschen Bekannten. Wir Mamis fuhren mit den Kids zum Balmoral Castle, dem Sommersitz der Queen. 
An einem regnerischen Morgen starteten wir in das Abenteuer. Der erste Stopp war natürlich das Raemoir Cafe in Banchory. Dort gibt es ja bekanntlich die besten Scones. Wir deckten uns natürlich mit diesen und einem riesigen Kaffee für die Fahrt ein. Die Anreise von Aberdeen dauert etwas länger als eine Stunde. Die kleinen Mäuse schliefen in ihren Kindersitzen, während wir quatschten und die Landschaft bestaunten. 
Wir parkten direkt und kostenlos in der Nähe der Touristeninformation. Die Toddler wurden in ihre Regenoutfits gesteckt und auf unsere Rücken geschnallt. Es regnete wirklich den kompletten Tag. Doch wie sagt es sich so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte/unpassende Kleidung.
Am Eingang zu den Ländereien kauften wir unsere Tagestickets inklusive Audioguide. Ein Shuttlebus bringt die Gäste direkt zum Schloss. Wir entschieden uns jedoch den Weg zu laufen. Als wir bei den ersten Ställen ankamen, besorgten wir uns direkt den Audioguide. Wir besuchten die Ställe, in denen z.B. Kutschen ausgestellt werden. Auch die Historie des Gebäudes und die Aufwendigen Umbauarbeiten durch Prince Albert und Queen Victoria werden auf verschiedenste Weise dargestellt. Während wir versuchten den Erzählungen zu folgen, liefen die beiden Toddler herum. Die ausgestopften Tiere an den Wänden jagten ihnen jedoch etwas Angst ein. 
Also zogen wir zügig weiter Richtung Schloss. Auf dem Weg dorthin gab es weitere Nebengebäude, Cottages und ähnliches zu bestaunen. Doch am meisten beeindruckte mich die Landschaft. Diese liebevoll gepflegten Ländereien: das satte grüne Gras, die zahlreichen Beete und der weite traumhafte Ausblick. Auch die Toddler hatten ziemlichen Spass, denn es gab zahlreiche Pfützen auf dem Weg zum Schloss. Sie stürzten sich in wirklich jede Wasserstelle und plantschen ausgiebig.
Irgendwann tauchte dann am Horizont Balmoral Castle auf. In seinen gräulichen Gemäuern, umschlungen von Efeu, sticht es sofot ins Auge. Es wirkt tatsächlich idyllisch und trotz der Größe bescheiden. Besichtigen kann der Besucher Balmoral Castle leider nicht. Es gehört zum Privatbesitz der Monarchin. Lediglich ein Raum (soll der Größte im ganzen Schloss sein) ist zugänglich für die Touristen. Dort sind verschiedenste Gegenstände (königliche Roben, Bilder, Schmuck etc. ) ausgestellt.
Wir entschieden uns nach der Besichtigung des Saales dazu den Gift Shop zu besuchen. Dort gibt es wirklich alles, was das Herz eines Monarchen-Fan begehrt. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg, da die Kids so langsam keine Lust mehr hatten. So ist das Leben mit einem Kind einfach. Wir hätten gern noch etwas mehr von den Ländereien gesehen, doch die kleinen Mäuse gehen vor.
Wir stoppten in einem kleinen Örtchen, um noch etwas Mittag zu Essen. Der Ottentoddler und ich aßen eine Suppe und ein Sandwich, während die anderen beiden einen vegetarischen Pie verzehrten. Die beiden Mäuse schliefen anschließend erschöpft von diesem Ausflug in ihren Kindersitzen, während wir mal wieder quatschten. Der Ausflug war trotz des Regenwetters wunderschön und ein kleines Highlight in den letzten Tagen in Schottland.

Sonntag, 24. September 2017

Slains Castle

An einem sonnigen Tag machten wir uns mit unserem Besuch auf dem Weg zum Slains Castle. Dieses hatten wir selbst noch nicht gesehen, obwohl es doch eigentlich in unserer Nähe steht. Beim Slains Castle handelt es sich um eine Schlossruine, welche direkt auf den Klippen zur Nordsee steht. Wir parkten kostenlos in der Nähe des Strandes in Cruden Bay und liefen den einen Kilometer zum Schloss. Der Ottentoddler durfte natürlich in der Baby-/Kleinkindtrage auf dem Rücken mit uns wandern. Der Weg ist nicht so spektakulär wie beispielsweise beim Dunnottarcastle, dennoch ist es beeindruckend, wenn am Horizont Slains Castle langsam auftaucht.
Auch die Ruine selbst imponiert, besonders wenn der Sonnenschein, der sich auf der Nordsee spiegelt, an vielen Stellen durch die Gemäuer bitzelt. An diesem Tag waren neben uns noch weitere Touristen vor Ort. Einige kletterten sehr wagemutig auf den Gemäuern herum, um das beste Selfie zu schießen. Die Aussicht und diese atemberaubenden Klippen zur Nordsee erinnern mich jedes Mal an die klassischen Filme alla Rosemunde Pilcher.
Im Anschluss an die Besichtigung des Slains Castles gingen wir noch zum Strand in Cruden Bay. Wir kauften einige Snacks an einem Kiosk und machten eine kleine Pause am Strand. Die Sonne küsste unsere Nasenspitzen, während wir quatschten. Ottentoddler und Ottenhund hielten es jedoch nicht lange aus, denn sie wollten natürlich alles erkunden.
Am Strand entstanden einige wunderschöne Familienfotos, die nicht nur diesen Tag, sondern irgendwie auch das Abenteuer Aberdeen festhalten. Langsam aber sicher näherte sich nämlich der Tag des Abschiedes. 
Auch meine Freundin hatte ihre Freude an diesem Ausflug. Sie machte fleißig Fotos (nicht nur für ihre Chefin) und spielte mit dem Ottentoddler. Alles in allem war es ein gelungener Tag mit einem tollen Ausflugsziel.

Mittwoch, 20. September 2017

Besuch in Aberdeen

Direkt nach unserem Urlaub in den Highlands bekamen wir zweimal Besuch aus Deutschland. Zum einen besuchten uns die Ottengroßeltern, zum anderen eine gute Freundin, die dem traditionellen Brauch des Klinken putzen in Deutschland entfliehen wollte.
Die Ottengroßeltern reisten quer durch Schottland und machten einen fünftägigen Zwischenstopp in Aberdeen. Liebenswürdigerweise versorgten und verwöhnten sie unseren Ottenhund, damit wir gemeinsam als Familie zu einer Hochzeit nach Deutschland fliegen konnten. Die Zeit in Deutschland wurde ausgiebig genutzt, um Möbel zu kaufen, Freunde/Familie zu sehen und ein Brautpaar zu feiern.
Gemeinsam verbrachten wir natürlich nach unserem Kurztrip nach Deutschland noch etwas Zeit mit den Ottengroßeltern. Diese genossen sichtlich die Zeit mit ihrem Enkelkind. Wir gingen durch den besagten und wunderschönen Hazelhead Park spazieren, bestellten Essen und quatschten bevor sie ihre Rundreise fortsetzen und sich auf den Weg in den Süden Schottlands machten. Dieser Abschied sollte diesmal jedoch nur ein Goodbye für eine kurze Zeit werden, denn bereits zwei Wochen später brachen wir unsere Zelte im schottischen Aberdeen ab.
Die restliche Woche verlief wie gewöhnlich. Wir verabredeten uns häufiger am Hazelhead Park mit unserer deutschen Bekanntschaft, sodass die Tage bis zur Ankunft meiner lieben Freundin sehr schnell vergingen. Jeden Abend quatschten wir bis in die späten Stunden. Die Tage füllten wir mit Ausflügen zum Supermarkt, in den Park, zum Strand, in die Stadt oder zum Slains Castle und so verging die Zeit wie im Flug und ein erneuter Abschied stand ins Haus.

Sonntag, 17. September 2017

Rückreise aus den Highlands

Am Freitag mussten wir leider die Highlands verlassen und zurück nach Aberdeen reisen. Wir checkten gegen 10.00 Uhr aus unserem Ferienhaus aus und beschlossen erneut zum Loch Morlich zu fahren, um dort noch ein wenig die Landschaft und das erneut gute Wetter zu genießen. 
Wir fuhren direkt zum Strandabschnitt mit dem kleinen Cafe. Unsere neue Picknickdecke, die wir in Aviemore ergatterten, wurde direkt ausgebreitet und getestet. Dabei hatten wir einige Snacks, Obst und natürlich Leckerchen für den Ottenhund. Im Cafe kauften wir dann noch Scones und einen großen Kaffee. Gemütlich genossen wir unser zweites Frühstück, spielten im Sand und bewunderten erneut die atemberaubende Landschaft. 
Pünktlich zum Mittagsschlaf machten wir uns dann auf den Rückweg nach Aberdeen. Mit einem Kleinkind ist alles, wirklich alles, immer zeitgesteuert und geplant. Ottentoddler und Ottenhund schliefen gemütlich, während der Ottenpapa und ich ausgiebig plauderten. Kurz vor Aberdeen wachte unser Ottentoddler dann auf und wir versüßten uns die restliche Fahrt mit den liebsten Kinderliedern.
Viel zu schnell verging unser Kurzurlaub und die Familienzeit in den Highlands. Ottenpapa und ich sind uns einig, dass wir auf jeden Fall nochmal zurückkehren werden. Diese friedvolle, atemberaubende und irgendwie magische Landschaft reißt einen einfach in seinen Bann.

Donnerstag, 14. September 2017

Loch an Eilein

Am Donnerstag beschlossen wir um Loch an Eilein zu wandern, da das Wetter erneut gut werden sollte und wir nicht die Zeit im Auto über Inverness zum Loch Ness verschwenden wollten. Gut gelaunt machten wir uns also auf den Weg. Am Loch an Eilein mussten wir für das Parken bezahlen, wobei die Gebühr eher einem Beitrag für den Erhalt der Natur gleicht.
Auch Loch an Eilein beeindruckte uns von der allerersten Sekunde. Diese unglaubliche Ruhe, diese Schönheit, das glitzernde Wasser und mittendrin standen nun wir Otten, bereit die Landschaft zu erkunden. Es gibt verschiedene Routen, die um den See führen. Wir entschieden uns für die kürzeste Strecke, da wir ja erneut einen Ottentoddler auf dem Rücken trugen. Direkt am Anfangen schossen wir wundervolle Fotos von unseren kleinen Otten. Sowohl Ottenhund, als auch Ottentoddler saßen auf einem Stein vor dem See. Die Bilder sind einfach zauberhaft geworden.
Besonders an Loch an Eilein ist die kleine Insel mit einer kleinen Burgruine. Diese ist jedoch nicht mehr für Besucher zugänglich. Trotzdem ist der Anblick wirklich magisch, da sie teilweise von einigen Stellen der Wanderroute nicht zu sehen ist und dann erneut Horizont auftaucht. An einigen Stellen der Wanderroute waren Fire Brooms aufgestellt. Auch das ein oder andere Haus mitten im Wald erspähten wir auf unserer Tour. Insgesamt waren wir fast 2 Stunden unterwegs und trafen viele Urlauber.
Im Anschluss fuhren wir erstmal in unsere Unterkunft zurück, damit der Ottentoddler seinen Mittagsschlaf halten konnte. Den Nachmittag verbrachten wir erneut in Aviemore. Wir schlenderten durch die Geschäfte und kauften für das Abendessen ein, da wir erneut Grillen wollten. Nach dem Abendbrot war unser dritter Tag in den Highlands dann auch schon fast vorbei und wir packten bereits die Koffer für unsere Abreise. Mit einem Kind ist ja fast der ganze Hausstand bei einem Kurzurlaub dabei, daher dauerte dies auch noch einige Zeit.

Freitag, 1. September 2017

Lebenszeichen

Mittlerweile sind wir wieder in Deutschland angekommen. Das wunderschöne Schottland haben wir erst einmal hinter uns gelassen, wobei wir im Dezember bereits wieder nach Aberdeen reisen werden. Die Graduation des Ottenpapas steht nämlich noch an.
Seit zwei Monaten leben wir nun in der "neuen" Stadt und so langsam kommen wir hier auch an. In den folgenden Wochen möchte ich Euch allerdings noch über die vergangenen Abenteuer aus Schottland berichten und somit den Blog vollständig abschließen. Wir haben besonders in den letzten Wochen noch einiges unternommen und gesehen. Also, liebe treue Leser, freut euch auf spannende Berichte.

Montag, 22. Mai 2017

Loch Morlich

Am Mittwoch starteten wir ausgeschlafen und munter in den Tag. Nach einem entspannten Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Loch Morlich, welcher nur wenige Autominuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. 
Es besteht die Möglichkeit auf dem See zu segeln, mit dem Kajak zu fahren oder Windsurfing zu betreiben. Ein Yacht-Club ist ebenfalls ansässig am Loch Morlich. Neben all den sportlichen Möglichkeiten ist auch ein Strandabschnitt zu finden. Verschiedenste Wander- und Mountainbikewege sind auch in direkter Umgebung.
Wir wurden schon am Parkplatz in den Bann dieser wunderschönen Natur gezogen. Im strahlenden Sonnenschein glitzerte der See einmalig schön. Das Wasser war so klar, dass wir den ein oder anderen Fisch erspähen konnten. Voll gepackt mit Kind und Kegel zogen wir los, um einmal um den See zu wandern. Der Ottenhund war nicht mehr zu halten. Sie stürmte auf den See los und schlürfte genüsslich ein paar Schlücke Seewasser. Der Ottentoddler quietschte auf meinem Rücken und genoss die Aussicht und das Schaukeln.
Am Strand angekommen, entschlossen wir uns, einen Kaffee zu trinken und die Kinder im Sand spielen zu lassen. Der Ottentoddler aß auch noch ein zweites Frühstück. Gestärkt zogen wir weiter. Wir quatschten, verliefen uns, machten unzählige Fotos (an diesem Punkt merkten wir, dass wir die gute Camera in Aberdeen vergessen hatten) und betrachteten die Natur. Irgendwann schlief der Ottentoddler dann in der Trage (mittlerweile vor der Brust) ein. 
Für die Runde um den See benötigten wir mit einer Pause ca. 3,5 Stunden. Wir hatten wirklich wahnsinnig Glück mit dem Wetter. Bei sonnigen 18 Grad war es ein Traum diese Strecke zu gehen. 
Nach dem Mittagsschlaf des Ottentoddlers gingen wir erneut nach Aviemore. Dort schlenderten wir etwas durch die Geschäfte, sofern diese dog friendly waren und kauften fürs Grillen ein. Abends grillten wir dann das erste Mal in diesem Jahr und ließen den Tag in Ruhe ausklingen.
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Samstag, 20. Mai 2017

Auf geht es nach Aviemore!

Gut gelaunt starteten wir am Dienstag nach dem Mittagessen unseren ersten Familienurlaub. Wir fuhren von Aberdeen erstmal südwestlich nach Banchory, da es dort im Raemoir Cafe die besten Scones in Aberdeenshire geben soll. Ottenpapa versorgte uns mit Leckereien, während wir Ottenmädels im Auto warteten. Die Scones waren wirklich köstlich und sind zu empfehlen.
Gestärkt setzten wir die Fahrt fort in Richtung Aviemore. Wir fuhren nicht auf direktem Wege, sondern entschieden uns für eine andere Route, eine wunderschöne Strecke durch den Cairngorms National Park.
Während der Ottentoddler gemütlich in ihrem Kindersitz schlief, sahen wir wunderschöne Ort- und Landschaften. Manchmal tauchte mitten im Nirgendwo ein kleines Häuschen auf. Wir fragten uns, was für spannende Geschichten es über diese Häuser zu erzählen gibt.
Kurz vor Aviemore wachte unser Ottentoddler dann auf und freute sich jedes Mal, wenn wir einen Berg hinunter fuhren, da es im Bauch so kitzelte. Sie lachte und quietschte auf der Rückbank. Der Ottenhund hingegen verschlief die gesamte Aufregung.
Unsere Ferienwohnung (Silverglades Holiday Homes) ist empfehlenswert. Sie ist nett eingerichtet, hat einen tollen Ausblick, einen eingezäunten Garten und ist nur 10 Minuten zu Fuß vom Stadtkern entfernt. Nach der Ankunft liefen wir direkt ins Zentrum. Wir aßen in einem dog friendly Restaurant (eine wirkliche Seltenheit in Schottland) unser Dinner und genossen die Zeit als Familie. Der Ottentoddler stopfte förmlich Erbsen und Fisch in sich hinein.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit der Planung des nächsten Tages, gemeinsamem Spielen, unserer Abendroutine mit dem Ottentoddler und jeder Menge Quatsch machen. Ottenpapa und ich saßen noch länger zusammen und redeten über Gott und die Welt.

Montag, 15. Mai 2017

Impfen, Klausuren, Reisevorbereitungen und Muttertag

Am Dienstag wurde unser kleiner Ottentoddler geimpft. Es ist zwar nicht das erste Mal in ihrem Leben, doch sicherlich die bisher schlimmsten Einstiche, die sie gespürt hat. Dies liegt vielleicht auch daran, dass sie gleich vier Spritzen in die Oberschenkel bekommen hat. Natürlich hatte sie abends eine leichte Impfreaktion und etwas Temperatur, doch sie erholte sich schnell.
Am Donnerstag schrieb der Ottenpapa dann seine vorletzte Klausur. Er sagt, dass es gut lief, obwohl die Klausur nachmittags um halb drei geschrieben wurde. Zu dieser Zeit hat er normalerweise, so sagt er, immer seinen Tiefpunkt. Jetzt steht noch eine Klausur am Montag an und dann beginnt er auch schon seine Masterarbeit. Glücklicherweise verfasste er schon ein Proposal, sodass der Start nicht ganz so schwer fallen dürfte.
Neben all den kleinen und großen Verpflichtungen im Alltag versuchen wir etwas unseren Urlaub zu planen. Wir wollen auf jeden Fall "Wandern" gehen. Auch einen Ausflug in Richtung Inverness steht auf dem Programm. Loch Ness darf da natürlich nicht fehlen. Vielleicht erhaschen wir ja einen Blick auf das Ungeheuer im Süßwassersee.
Am heutigen Muttertag wurde ich vom Ottenpapa und Ottentoddler mit einem ausgiebigen Frühstück, einer liebevollen Karte und einem Gutschein für einen Spa-Day überrascht. Der Ottentoddler liebt es zu frühstücken und konnte neben dem Brötchen mit Frischkäse nicht genug Blaubeeren, Erdbeeren und Tomaten futtern. Am Nachmittag zogen der Ottentoddler und ich dann gemeinsam "unseren" Park. Dort spielten, schaukelten und rutschten wir bis zur Erschöpfung. Zum Abschluss gönnten wir uns einen Snack im kleinen Cafe im Park. Also rundum ein perfekter Tag.

Samstag, 13. Mai 2017

Newburgh Beach

Spontan fuhren wir am vergangenen Samstag zum Newburgh Beach. Dieser Strand liegt nördlich von Aberdeen. In der Bucht von Newburgh sind sehr häufig Seals (Robben) zu sehen und daher auf jeden Fall ein Ausflug wert. Wie schon in Baldemi sind Strand und Dünen naturbelassen. Wir hatten an diesem Tag Glück und sahen/hörten die Seals.
Als wir am Strand ankamen, veränderte sich das Wetter ziemlich schnell. Also wanderten wir, nicht wie wir es erhofften im Sonnenschein am Meer entlang, sondern mit dicken Wolken am Himmel, die die wärmende Sonne verdeckten. Die weißen Riesen zogen innerhalb von Minuten auf. So ist es eben an der Nordsee. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, wenigstens für eine halbe Stunde die Seeluft zu genießen.
Unser Ottenhund flippte natürlich wieder aus, als wir am Strand ankamen. Allerdings konnten wir sie diesmal aufgrund der Robben nicht ableinen. Trotzdem hatte sie ihren Spaß. Der Ottentoddler blieb die ganze Zeit in der Trage auf dem Rücken und zeigte immer wieder mit dem Finger auf die Robben und zahlreichen Hunde am Strand. Das war sehr niedlich. Unerwartet spontan aber trotzdem wunderschön war dieser kurze Ausflug und hat uns allen wirklich gut getan.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Highlands, wir kommen!

Nun ist der April auch schon vorbei und unsere Abreise ins Heimatland rückt im Affenzahn auf uns zu. Uns bleiben nur noch wenige Wochen in Schottland und daher haben wir erstmal einen Kurztrip für Mitte Mai nach Aviemore gebucht. Ein Leben in Schottland ohne eine Wanderung in den Highlands wäre ja irgendwie nicht richtig. Der Trip ist ein vorgezogenes Abschiedsgeschenk an uns selbst. Wir wollen raus aus der Stadt, raus aus dem grauen Aberdeen, ab in die wunderschöne Natur Schottlands.
Der April war für uns alle sehr anstrengend, besonders jedoch für den Ottenpapa. Er musste drei Hausarbeiten schreiben und war daher vom frühen Morgen bis in den späten Abend beschäftigt. Der Ottentoddler zahnt seit einigen Wochen, doch die Backenzähnchen wollen einfach nicht durchbrechen und somit sind die Nächte immer relativ kurz. Vom geplanten Abstillen will ich gar nicht erst erzählen. Der Ottenhund hatte eine Blasenentzündung und hielt uns auch somit auch auf Trapp. Tja und ich versuchte irgendwie zwischen einem zahnenden Ottentoddler,  einem kranken Ottenhund und dem studierenden Ottenpapa meinen Verpflichtungen nachzukommen. Das bisschen Haushalt macht sich eben nicht von allein. Also wie ihr lest, hier im Ottenheim wird es nie langweilig.
Doch es geht bergauf. Die stressige Phase nähert sich allmählich dem Ende und der erste Urlaub als kleine Ottenfamilie steht vor der Tür. Jetzt zum Ende unseres Abenteuers blüht auch der Kontakt zu der anderen deutschen Familie in unserer Nachbarschaft noch richtig auf. Ottentoddler und ihre kleine Freundin spielen einfach zuckersüß miteinander und für uns Mamas ist es auch jedes Mal sehr gesellig. Gemeinsam würden wir vier gerne noch die Schlösser und Burgen in der Umgebung erkunden, während die Männer arbeiten/studieren. Ob dies klappt, könnt ihr dann regelmäßig (hoffe ich) auf dem Blog verfolgen. 

Samstag, 15. April 2017

First Birthday

So langsam kehrt die Ruhe im Ottenheim wieder ein, nach einem doch turbulenten wunderschönen ersten Geburtstag des Ottentoddlers. Der Wecker klingelte ungewöhnlich früh an diesem besonderen Morgen, da wir gemeinsam und ruhig in den Tag starten wollten. In Schottland zählt der Karfreitag nämlich nicht zu den allgemeinen Feiertagen und somit musste der Ottenpapa heute um 9.00 Uhr zur Uni.
Den Geburtstagstisch hatte ich am Abend bereits vorbereitet, sodass wir nur hinuntergehen mussten. Ich flitzte vor, um die klassische Geburtstagsmusik alla Rolf Zuckowski zu starten. Ottenpapa und Ottentoddler kamen dann gemeinsam ins Wohnzimmer gelaufen. Ihr Blick (auf Video aufgenommen) ist einfach unbezahlbar schön. Sie hat sich gefreut und auf jeden Fall realisiert, dass etwas ganz besonders ist an diesem Morgen ist. Das lag sicherlich auch an ihrem besonderen Outfit (ein Tutu, eine große rosafarbene Blüte im Haar und ein Body mit einer großen Eins mit Krönchen). Damit kann sich so ein kleines Mädchen doch nur besonders fühlen.
Ottentoddler lief auf den Geburtstagstisch zu und räumte erst einmal die Geburtstagstierparade ab, bevor sie damit begann die Geschenke und Geburtstagskarten auszupacken. Besonders die Puppe Krümel von JACKO-O hat es ihr angetan. Sie knuddelt, knutscht oder fährt sie durch die Gegend. Nach dem Auspacken der Geschenke frühstückten wir alle ausgiebig. Ottentoddler frühstückt unheimlich gern und gleicht bei dieser Mahlzeit der Raupe Nimmersatt. 
Ottenpapa ging anschließend zur Uni und wir spielten mit dem neuen Spielzeug und hörten Geburtstagslieder. Irgendwann waren die Augen dann zu schwer und das Ottenbaby schlief einige Zeit. Gegen zwei Uhr kehrte der Ottenpapa ins Ottenheim zurück.
Am Nachmittag tranken wir dann Kaffee und aßen einen kindgerechten Kuchen ohne Zucker und Ei dafür mit Datteln und Banane. Das Rezept habe ich von breirezept.de. Dem Ottentoddler schmeckte der Geburtstagskuchen außerordentlich gut, besonders die Bananenfrischkäsecreme schien ihr zu munden. Auch ich war positiv überrascht, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Kuchen ohne Industriezucker schmecken würde. Auch der Ottenpapa ließ sich überzeugen in Zukunft häufiger den Zucker gegen Datteln auszutauschen.
Nachmittags spielten wir dann als Familie gemeinsam und genossen die Zeit zu viert. Ottenhund und Ottentoddler beginnen vermehrt gemeinsam zu toben. Das ist ziemlich niedlich. Zum Abschluss des Tages aßen wir dann noch frischen Kabeljau, Stampfkartoffeln und Salat. Gemeinsam stießen wir nicht nur auf den Ottentoddler und das erste Lebensjahr an, sondern auch auf uns, denn wir haben bisher einen doch recht guten Job als Otteneltern erledigt. 
Und somit ist der erste Geburtstag unserer kleinen Prinzessin vorüber. Ottenpapa schreibt noch an seinen Hausarbeiten und ich falle ins Bett. Es war einmalig schön diesen Tag als kleine Familie zu feiern, doch wir freuen uns auch schon darauf den nächsten Geburtstag in größerer Runde zu zelebrieren. Vielen Dank für die zahlreichen Karten, Glückwünsche, Geschenke und lieben Grüße. Unser Ottentoddler wird wahnsinnig geliebt und das ist ein wunderbares Gefühl.

Freitag, 14. April 2017

Ein ganz besonderer Tag

Vor genau einem Jahr durften wir nach harter Arbeit das beste Geschenk in unserem Leben begrüßen, unser Ottenbaby. Dem Motto "The party don´t start ´til I walk in" entsprechend hat sie auf sich warten lassen, denn ich habe ganze neun Tage übertragen. Doch vor genau 365 Tage war es dann endlich soweit. Wir hießen sie auf dieser, besonders jedoch in unserer Otten-Welt herzlichst willkommen. Dieser Augenblick, nein der ganze Tag, wird immer etwas ganz besonderes für uns bleiben, denn unser Ottenbaby machte aus uns Eltern. Schlagartig, obwohl wir uns viele Monate auf diesen Moment vorbereiteten, änderte sich alles. Zwei Momente sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Zum einen die erste Kuscheleinheit mit dem Ottenbaby. Zum anderen die Reaktion des Ottenpapas als er sie das erste Mal im Arm hielt. Diese aufrichtige, tiefe und spürbare Liebe, die er ausstrahlte als er sie ansah, berührte mich sehr. 
Doch nicht nur der Tag der Geburt war fabelhaft, sondern die gesamten 52 Wochen ihres ersten Lebensjahres. Wir durften so viele kleine Wunder sehen und erleben. Das Ottenbaby bereichert nicht nur unser Leben, nein es erfüllt es mit Liebe, Freude, Spaß, Zufriedenheit und Glück. Sie lässt uns die Welt nicht nur durch eine andere Brille sehen, sondern ihre Schönheit neu entdecken.

Unser Ottenbaby:
  • trägt die Kleidergröße 86 (12-18 months)
  • wiegt etwas über 11 kg
  • ist 80 cm groß
  • läuft eigenständig im Ottenhaus
  • läuft an der Hand auf dem Spielplatz
  • krabbelt die Treppenstufen hinauf
  • besitzt 8 Zähne 
  • hat kleine Löckchen am Hinterkopf 
  • hilft beim An- und Ausziehen der Jacke
  • will eigenständig essen und liebt es das Essen von Mama und Papa zu futtern
  • teilt noch immer gerne ihr Essen mit dem Ottenhund
  • guckt gerne aus dem Fenster im Wohnzimmer (regelmäßig sind "Kämpfe" um den besten Platz zwischen Ottenhund und Ottenbaby zu beobachten)
  • klettert auf das Sofa, um rückwärts wieder herunterzusteigen
  • verteilt gerne Küsschen
  • beginnt zu tanzen, wenn die Titelmusik von Leo Lausemaus ertönt
  • malt sowohl mit Wachsmalstiften, als auch mit Fingerfarbe
  • beschäftigt sich für einige Minuten selbstständig mit ihren Büchern oder Duplosteinen
  • badet unheimlich gern
  • findet es lustig, wenn der Ottenpapa mit dem Ottenhund durchs Ottenheim rennt
  • rutscht und schaukelt freudig auf dem Spielplatz
  • findet ältere Kinder interessant
  • telefoniert gerne über whats app
  • klaut regelmäßig die Handys der Otteneltern
  • singt, lacht, plappert täglich
  • sie nickt, wenn sie etwas möchte oder sagt jaaaaa
  • wird wütend, wenn sie ihren Willen nicht bekommt
  • isst gerne Banane, Joghurt, Brot mit Frischkäse, Tomaten und vieles mehr (bisher gibt es eigentlich nichts, was sie nicht isst)
Wir blicken unheimlich dankbar auf 8760 Stunden mit unserem Ottenbaby zurück und freuen uns, dass wir das erste Lebensjahr auf unsere Weise gemeistert haben. Wir begrüßen zuversichtlich und glücklich das zweite Lebensjahr unseres Ottentoddlers (Ottenkleinkind klingt komisch) und freuen uns auf all die bevorstehenden Abenteuer.

Freitag, 31. März 2017

Balmedie Beach

Am Samstag zog es uns an die Nordsee. Wir fuhren zum Balmedie Beach, da er wesentlich schöner ist, als der Stadtstrand. Der Ort Balmedie liegt nördlich von Aberdeen. Wir benötigen mit dem Auto ca. 25 Minuten bis zu diesem Strand. Der Ottenpapa besuchte Balmedie Beach bereits im vergangenen September, während das Ottenbaby und ich noch in Deutschland weilten. Er war schon damals begeistert von den hohen Dünen und dem naturbelassenen Strand (keine Restaurants oder Cafés). 
Zunächst liefen wir einfach ganz entspannt am Meer entlang (sofern das mit einem 11kg Baby vor der Brust geht) bis wir eine kleine Pause an einer Düne einlegten.
Es war echt unheimlich schön und entspannend. Das Ottenbaby hatte überhaupt keine Berührungsängste und fasste direkt in den Sand. Wir konnten beobachten wie sie versuchte die Sandkörner zu essen. Geschmeckt hat es aber scheinbar nicht. Ziemlich schnell war das bloße Sitzen im Sand  viel zu langweilig, also machte sie sich auf dem Weg und verfolgte den Ottenhund. Dieser rannte natürlich, wie von einer Tarantel gestochen, davon. Generell liebt der Ottenhund den Strand und wälzt sich wild im Sand.
Ein Unterschied zur deutschen Nordsee ist uns direkt aufgefallen. Die Dünen scheinen nicht sonderlich geschützt zu werden, denn die Kinder rodelten voller Freude mit ihren Plastikschlitten die hohen Dünen hinunter.
Der Ausflug war einfach herrlich und tat uns allen unheimlich gut. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal am Balmedie Beach. So langsam verändert sich unsere Stimmung hinsichtlich der Rückkehr nach Deutschland. Wir sind schon etwas betrübt, dass das Abenteuer Aberdeen bald ein Ende findet, denn besonders solche Ausflüge kamen bisher zu kurz. Es ist echt purer Luxus, die Nordsee vor der eigenen Haustür zu haben. Es erhöht die Lebensqualität in einer Region deutlich. Aberdeen, ohne die Nordsee, wäre schon sehr trist.







Donnerstag, 23. März 2017

Zurück in Schottland

Die vergangene Woche haben das Ottenbaby und ich in Deutschland verbracht, während der Ottenpapa das schottische Heim hütete, natürlich in bester Gesellschaft vom Ottenhund. Die beiden genossen die Ruhe, das Ausschlafen und ihren "Single-Haushalt", während wir in Deutschland von unserer Familie verwöhnt wurden.
Die An- und Abreise war ziemlich anstrengend, da wir von Haustür zur Haustür insgesamt 10 Stunden unterwegs waren. Die Flüge mit Baby klappten erneut erstaunlich gut. Das Ottenbaby unterhielt sowohl die Crew, als auch unsere direkten Sitznachbarn.
Die Woche in Deutschland war zwar sehr stressig, aber wunderschön und viel zu schnell vorbei. Glücklicherweise haben wir auch eine Tagesmutter gefunden, die zu uns und unseren Bedürfnissen passt. Die wichtigsten Dinge für unsere Rückkehr sind nun erledigt. Wir werden ein Dach über dem Kopf haben und eine Betreuung für unser kleines Ottenbaby.
Leider konnten wir nicht alle lieben Menschen treffen, die wir gern gesehen hätten. Das Ottenbaby war kontinuierlich erschöpft von all den neuen und fremden Eindrücken. Zusätzlich fremdelt sie zur Zeit ziemlich, sodass wir sie nicht überfordern wollten mit so vielen "fremden" Gesichtern.
Und jetzt sind wir auch schon wieder zurück in Schottland. Der Alltag hat uns wieder. Die Uni ruft für den Ottenpapa, während ich mich mit den beiden Babys beschäftige. Nebenbei planen wir den ersten Geburtstag unseres kleinen Ottenbabys. In drei Wochen ist es schon soweit. Die ersten Geschenke sind bestellt und das Fotoshooting gebucht. Jetzt fehlt nur noch eine Idee für einen Geburtstagskuchen. Es muss allerdings ein Kuchen werden, den ich ohne Handmixer zubereiten kann. Zusätzlich sollte der Kuchen auch noch Kleinkind tauglich sein, also ohne Zuckerzusatz. Falls also jemand eine Idee hat, kann er sie gerne in den Kommentaren hinterlassen.


Mittwoch, 8. März 2017

All sorts of things

In unserem täglichen Leben passiert zur Zeit nicht sonderlich viel. Während der Woche dominiert die Uni den Alltag. Der Ottenpapa lernt fleißig und wir Mädels vertreiben uns die Zeit mit Spaziergängen, Quatsch machen, singen, laufen lernen, spielen, Bücher lesen und ganz viel kuscheln.
In ein paar Tagen fliegen das Ottenbaby und ich nach Deutschland, da wir uns mit Tagesmüttern treffen werden. Das Ottenbaby soll ab August ein paar Stunden die Woche betreut werden. Zum einen will ich endlich meine Masterarbeit schreiben, zum anderen soll sie sich frühzeitig daran gewöhnen, da ich ja dann auch zügig ins Referendariat starten möchte. Zusätzlich haben wir in der Woche noch die Früherkennungsuntersuchung beim Kinderarzt. Auch eine Besichtigung "unseres" zukünftigen Ottenheims steht auf der Agenda sowie Treffen mit Familie und Freunden.
Ottenpapa und ich haben für unser Ottenbaby ein Fotoshooting (Cake Smash & Little Splash) für ihren ersten Geburtstag gebucht. Bei diesem Shooting bekommt das Ottenbaby einen Geburtstagskuchen zum Matschen und wird anschließend gebadet. Wir freuen uns schon sehr darauf. Glücklicherweise hat das Ottenbaby auch keine Probleme damit ihre Hände schmutzig zu machen. Für das Fotoshooting ist auch das rosafarbene Tütü auf dem Bild bei uns eingezogen, genauso wie weitere Kleidungsstücke für den Frühling. Dominierende Farben sind, wie soll es auch anders sein, rosa, pink, weiß und grau. Wir lieben es einfach, sie in "typische" Mädchenfarben einzukleiden (ihr wollt gar nicht wissen, wie ihr zukünftiges Kinderzimmer aussehen wird).
Am letzten Wochenende war der Ottenhund bei ihrer "Pflegefamilie" und wir waren, aufgrund des schlechten Wetters, in der Mall. Eigentlich wollten wir uns ein Schloss angucken, da es aber wie aus Kübeln gegossen hat, entschieden wir uns um. Wir aßen gemütlich beim Thailänder und schlenderten durch die Geschäfte.
In dem Baby Sensory Kurs haben wir einmal gemalt, da das Ottenbaby ziemlichen Spaß daran hatte, sind nun auch Fingerfarbe und Co. bei uns eingezogen. Es ist einfach wunderschön zu sehen, wie sehr sie sich zu einer Persönlichkeit mit Interessen entwickelt.
Gestern lief das Ottenbaby dann die ersten Schritte ganz alleine. An ihrem Lauflernwagen sprintet sie ja förmlich durch unser Ottenheim. Es sieht so aus, als wenn sie noch vor ihrem ersten Geburtstag laufen wird. Das geht uns Otteneltern dann doch alles zu schnell. Bald ist sie kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Dabei fühlt es sich doch so an, als wenn wir sie erst gestern auf dieser Welt begrüßt haben.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Spring is around the corner

Die Temperaturen steigen, die Sonne strahlt vom Himmel, die ersten Blumen sprießen aus der Erde und die Tage werden endlich wieder länger. Der Frühling kehrt in Aberdeen ein. In "unserem" schönen Park wird schon fleißig Landschaftspflege betrieben. Die Arbeiter verlegen Rollrasen, graben einige Stellen im Park um und bepflanzen die Beete.
Wir verbringen unheimlich viel Zeit im Freien und genießen jeden Sonnenstrahl der uns vom Himmel küsst. Der Winter war doch recht trüb, grau und hat auf die Stimmung geschlagen. Mit dem Beginn des Frühlings und dem Erwachen der Natur, kehrt auch bei uns endlich die Energie zurück.
Jetzt wo das Wetter wieder besser ist, wollen wir natürlich auch noch mehr von Schottland entdecken. In diesem Sinne senden wir sonnige Grüße aus Aberdeen ins trübe Deutschland.

Freitag, 17. Februar 2017

Studieren in Aberdeen

Nachdem meine Frau ja nun schon den einen oder anderen Eintrag hier verfasst hat, ist es wohl nun auch an mir einen Beitrag zu unserem kleinen Blog zu leisten. Und was bietet sich da mehr an als ein paar Zeilen über mein Leben als Ottenpapa und Student zu verfassen.
Grundsätzlich war es schon eine ganze Weile mein Wunsch, noch einmal im Ausland als Student Erfahrungen zu sammeln. Es hat sich allerdings während meines Bachelors nie wirklich ergeben, obwohl die Gelegenheit sicher da gewesen wäre. Aber wie das so ist, waren dann Praktika und auch die Freundin irgendwie immer wichtiger. Nachdem ich nach dem Bachelor schon knapp zwei Jahre in Lohn und Brot stand, ergab sich nun allerdings doch noch die Gelegenheit, im Rahmen eines Masterstudiums genau diese Erfahrung zu machen.
Zunächst sollte es für uns nach Cork im schönen Süden Irlands gehen. Leider wurde mir der bereits zugesagte Studienplatz dann, ich vermute aufgrund mangelnder Anmeldezahlen, allerdings doch verwehrt und der Studiengang gestrichen. So musste ich mich ziemlich kurzfristig nach einer Alternative umsehen und bin dann, auch dank der Hilfe von college contact, schnell fündig geworden. College contact ist eine Agentur in Münster, die im Auftrag von Universitäten im Ausland kostenfreie Beratung und Vermittlung von Studienplätzen in aller Welt anbietet. So ging es dann also nach Aberdeen, Schottland. Ich wusste vorher nicht viel über diese Stadt, aber die wesentlichen Anforderungen (englischsprachig, Ein-Jahr-Master) waren hier erfüllt und die Studiengebühren sind vergleichsweise gering. Und im Endeffekt ist es ja auch so, dass man es sich überall gemütlich machen kann.
Nachdem ich bereits im Vorfeld einmal in Aberdeen war um eine Wohnung zu suchen, ging das Abenteuer dann im September für mich und den Ottenhund so richtig los (Reisebericht). Den ersten Kontakt mit der Universität machte ich auch ziemlich zeitnah, da hier die sogenannten „Freshers“ starteten, eine DREIWÖCHIGE Einführungs- / Partyveranstaltung. Für mich als alleinerziehenden Hundepapa war dort allerdings nicht viel zu holen, da ja Frau und Kind noch in Deutschland verweilten und ich somit nicht lange das Haus verlassen konnte. Und dazu muss ich auch sagen, dass diese Veranstaltungen doch vor allem für die jüngeren, undergraduate Studenten gedacht sind. Somit war mein Interesse sowieso eher gering. Insgesamt war es trotzdem interessant und beeindruckend zu sehen, welchen Aufwand hier die Studentenvertretungen (student unions) betreiben um die neuen Studenten zu begrüßen. Dagegen wirkt die eine oder andere O-Woche in Deutschland geradezu mickrig.
Natürlich ließ ich es mir aber nicht nehmen, die Universität ein erstes Mal zu besuchen und zu besichtigen. Der noch relativ neue Campus der Robert-Gordon University in Aberdeen liegt sehr schön an einem Fluss (River Dee) gelegen und umfasst diverse sehr schicke und moderne Gebäude. Es gibt eine tolle Bibliothek mit klasse Ausblick über Aberdeen, ein eigenes Sportscenter und auch die Business School hat sein eigenes, sehr schönes Gebäude. In allen Gebäuden sind sehr gut ausgestattete Räumlichkeiten vorhanden und auch für das leibliche Wohl ist jeweils gesorgt (Subway, Costa, Pizza etc.).
Das Studium selbst ist in drei Abschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt begann somit Ende September und die Vorlesungszeit endete kurz vor Weihnachten. Im Januar standen dann die ersten Klausuren an. Mein Studiengang (MSc Accounting & Finance) ist so aufgebaut, dass im ersten Teilabschnitt die Grundlagen gelegt und dann per Klausur geprüft werden. Die Inhalte waren auf vier Module mit den Schwerpunkten Finance, Accounting und Quantitative Methoden verteilt. Das zweite Trimester, welches dann jetzt seit ca. drei Wochen läuft, baut dann darauf auf und vertieft gezielt bestimmte Inhalte bis ins Detail. Im zweiten Semester liegt der Fokus auf Corporate Finance, Management Accounting und die Vorbereitung der Master Thesis, welche dann das Kernelement des dritten Abschnitts bildet. Die vorherrschende Prüfungsform im zweiten Abschnitt ist auch nicht mehr die Klausur, sondern es werden zunehmend Hausarbeiten als Leistungsnachweis verlangt. Somit läuft ab jetzt offensichtlich alles auf die finale Erstellung der Abschlussarbeit hinaus.
Was aber sicher interessanter ist, sind meine Erfahrungen im Studienalltag. Mein Kurs besteht aus 15 Studenten, ist also relativ klein. Um trotzdem wirtschaftlich zu arbeiten, bietet die Uni mehrere ähnliche Masterkurse an (Financial Management, Oil & Gas Finance etc.), welche sind dann diverse Kurse teilen und somit sind wir in der Regel knapp 30 Studenten in den Vorlesungen. Die Zusammensetzung ist dabei sehr international (Schotten sind sogar eher die Ausnahme). Das liegt an der eher praktischen und für berufserfahrene ausgelegten Studienordnung der Robert Gordon University im Bereich Master Wirtschaftswissenschaften. Meine Kommilitonen kommen somit aus ganz Europa, Asien und vor allem auch Afrika (viele aus Nigeria und Ghana). Genau das macht es aber, aus meiner Sicht, so spannend hier zu studieren. Man bekommt unheimlich viele neue Eindrücke und lernt die verschiedensten Menschen und deren Kulturen kennen. Alle sind irgendwie fremd in Aberdeen und somit schweißt das gut zusammen. Neben den vielen internationalen Studierenden sind auch die Dozenten sehr international. Meine bisherigen Professoren kamen unter anderem aus China, Pakistan oder Nigeria. 
Falls jemand explizite Fragen zum Studieren in Aberdeen hat, können diese gerne in den Kommentare hinterlassen werden.

Sonntag, 12. Februar 2017

Groceries

In den vergangenen Monaten sind uns einige Lebensmittel begegnet, die wir bisher noch nicht kannten oder in Deutschland in dieser Form bisher nicht gesehen haben.

Knoblauch, ja den haben wir in Deutschland natürlich auch. Doch hier begegnet er einem bereits geschält und gepresst im Kühlregal, direkt aus der Tube oder im Glas. Sehr praktisch, vor allem für uns, da wir unseren Hausstand inklusive Knoblauchpresse in der Heimat gelassen haben. Auch Ingwer und Chilli haben wir schon aus der Tube probiert und geschmacklich keinen Unterschied festgestellt. Preislich liegt ein Glas (95 g) bei 1,30 Pfund.


Marmite, ein vegetarischer Brotaufstrich mit Hefeextrakt. Dieser ist uns persönlich in Deutschland bisher nicht begegnet. Geschmacklich definitiv sehr würzig und salzig. Ich finde, dass es wie ein Gemüsebrühwürfel schmeckt, also absolut nicht mein Geschmack. Zum Kochen finde ich es allerdings super, nur eben als Brotaufstrich nicht. Es wird damit geworben, dass es sehr gesund ist, da reichlich Vitamin B12 enthalten ist. Preislich liegt ein kleines Glas (125 g) bei 1,70 Pfund.


Schokoladencreme mit Pfefferminz. Eine dunkle Schokoladencreme fürs Brot kaufen wir auch ab und zu in Deutschland. Die kann der Ottenpapa mit seiner Laktoseintoleranz nämlich essen im Gegensatz zum klassischen Schoko-Haselnussaufstrich. Hier allerdings gibt es die dunkle Schokoladencreme fürs Brot mit Pfefferminz versetzt. Es riecht und schmeckt wie Nestles After Eight. Laut Ottenpapa ist es essbar, aber er bevorzugt die klassische Variante ohne Pfefferminz. Preislich liegt ein Glas (400 g) bei 1,50 Pfund.

Keksbrotaufstrich von Lotus, den haben wir bisher in Deutschland nicht gesehen. Ottenpapa entdeckte ihn vor einigen Wochen. Dieser Aufstrich riecht und schmeckt wie die Karamellkekse von Lotus. Das sind die Plätzchen, die es in fast jedem Cafe zum Heißgetränk dazu gibt. Es gibt eine crunchy (mit Stückchen) und eine smooth Variante. Uns schmeckt der Aufstrich, allerdings ist er wirklich sehr, sehr süß, wie fast alles hier. Ottenpapa empfiehlt ein Schwarzbrot dazu, damit die Süße etwas aufgehoben wird. Preislich liegt ein Glas (380 g) bei 2.30 Pfund.

Irn Bru, ein typisch schottisches Getränk, welches laut Ottenpapa in der Uni wirklich viele trinken. Es enthält unter anderem Koffein. Geschmacklich ist uns bisher nichts ähnliches begegnet. Ich finde es schmeckt wie diese klassischen bunten runden Kinderkaugummis, die nach dreimal kauen schon hart werden und ihren Geschmack verlieren. Es ist ebenfalls sehr süß. Preislich liegt eine Flasche (2 Liter) bei 1,50 Pfund.



HP Sauce, klassisch! Vorzugsweise wird sie zu Chips and Fish oder Fleischgerichten gegessen. Der Essiggeruch ist auf jeden Fall sehr dominat, geschmacklich hingegen dominiert der Essig nicht. Eine leichte süße Nuance ist dank der Datteln zu schmecken. Ottenpapa isst die Sauce sehr gern, während ich einfach nur Essig zu Fish & Chips bevorzuge. Preislich liegt eine kleine Flasche (285 g) bei 1 Pfund.

Fruit Filling, eingelegte und bereits angedickte Früchte. Diese werden zum Füllen oder Dekorieren von verschiedenstem Gebäck verwendet. Wir haben es bisher zu Pfannkuchen gegessen oder in den morgendlichen Porridge gepackt (Ottenpapa sollte eigentlich eingelegte Kirschen mitbringen). Geschmacklich süß und fruchtig. Es ist ganz praktisch aber definitiv nicht notwendig (bei eigener Herstellung ist definitiv weniger Zucker enthalten). Preislich liegt eine Dose (410 g) bei 1 Pfund.




Über eine kleine Rückmeldung bezüglich solcher Einträge, die ja nur indirekt mit unserem Leben hier zu tun haben, würden wir uns sehr freuen. Vielleicht hat ja auch jemand noch Tipps, ob es Lebensmittel gibt, die wir unbedingt noch probieren müssen.





Mittwoch, 8. Februar 2017

Dog Beer, Shopping & Blackout

Samstag begann unser Wochenende mit der Baby Sensory Class. Ottenbaby unterhielt sämtliche Eltern und auch mich. Ihre Persönlichkeit entwickelt sich immer mehr. Es ist unheimlich aufregend, spannend und einmalig zu sehen wie ihr Charakter langsam Form annimmt. Im Kurs krabbelt sie nur so davon und blabbelt laut, wenn die Kursleitung etwas erklärt. Das ist wirklich niedlich und auch ziemlich lustig.
Mittags wurde der Ottenhund von ihrer Pflege-"Familie" abgeholt, da wir einen neuen Kindersitz für unser Ottenmobil kaufen wollten. Das Ottenbaby ist nämlich mittlerweile zu groß und schwer für die Babyschale. Im Vorfeld informierten wir uns natürlich über die verschiedenen Modelle und ihr Abschneiden bei den verschiedenen Sicherheitstests. Seit einiger Zeit werden Kindersitze empfohlen, die bis ca. zum vierten Lebensjahr rückwärts gerichtet sind. So soll auch unser Ottenbaby so lang wie möglich gegen die Fahrtrichtung gerichtet sitzen.
Mit einer genauen Vorstellung kamen wir im Babymarkt an und ließen uns das Wunschmodel zeigen. Die Verkäuferin erzählte uns zusätzlich noch einige Dinge, die zu berücksichtigen sind. Ottenpapa wollte dann natürlich auch noch Alternativen sehen und so kam es, dass uns alle, wirklich alle Alternativen vorgestellt wurden. Nach dem das Ottenbaby einige Sitze Probe gesessen hatte, konnten wir uns noch immer nicht richtig entscheiden. Also verließen wir den Store mit fast leeren Händen (ein Paar rosafarbene Rutschesocken mussten noch mit).
Danach fuhren wir in eine Mall, gingen gemütlich etwas Essen und genossen die Zeit als Familie. Die Burger sahen allerdings besser aus, als sie schmeckten. Mein Halloumi-Burger war kalt und die Pommes noch halb roh! Immerhin schmeckte der Coleslaw. Auch Ottenpapa begeisterte das Essen nicht. Anschließend gingen wir noch etwas Shoppen. Ein neues schwarzes Paar Chelsea Boots durften mit.
Am Sonntag gingen das Ottenbaby und ich, wie immer, zu dem Baby Schwimmkurs. Ottenbaby plantschte, tauchte und blabbelte wild im Wasser. Ottenhund und Ottenpapa waren während dessen am Strand. Anschließend gingen die beiden noch in ein Geschäft für Tiernahrung. Dort entdeckte der Ottenpapa an der Kasse Hundebier (Hühnerbrühe mit Malz). Natürlich kaufte er eins für unseren Ottenhund. Dies mundete ihr sehr. 
Gegen Mittag wollte der Ottenpapa Lebensmittel einkaufen gehen, als es plötzlich aus dem Nichts blitze und donnerte. Blitz und Donner waren gleichzeitig direkt über unserem Haus. Ottenpapa war bereits draußen und auf dem Weg zum Auto. Ich bin so froh, dass ihm nichts passiert ist. Es regnete nicht und auch danach zog kein Gewitter auf. Jedenfalls ist der Blitz in der Nachbarschaft eingeschlagen. Unser komplettes Viertel hatte über zwei Stunden keinen Strom und die Alarmanlagen der Häuser heulten in Dauerschleife. Online konnten wir die wichtigsten Informationen, dank mobiler Daten, abrufen. Glücklicherweise hatten wir eine Duftkerze (Italienisches Weihnachtsgebäck) im Haus.
Pünktlich zum Abendbrei floss der Strom dann wieder durch unsere Leitung und wir konnten kochen und den Autositz für unser Ottenbaby bestellen. Wir haben uns für den Testsieger (Concord Reverso Plus Isofix + i-Size) entschieden. Also insgesamt war es ein doch sehr aufregendes Wochenende für uns Otten.

Sonntag, 29. Januar 2017

Geburtstag des Ottenpapas

Am Donnerstag war es dann soweit. Ottenpapa feierte seinen runden Geburtstag. Das nächste Lebensjahrzehnt ist also für ihn nun angebrochen. Älter, weiser und reifer als mit 29 Jahren fühlt er sich nicht, dass sagt er jedenfalls. 
Der Tag begann für uns alle außergewöhnlich spät, da das Ottenbaby ausschlief. Dies war für den Ottenpapa das beste Geschenk des Tages. Während die beiden noch im Bett kuschelten, führte ich den Ottenhund spazieren und bereitete ein Sonntagsfrühstück vor. Gemeinsam verspeisten wir die Köstlichkeiten, Ottenpapa packte seine Geschenke aus und las die Geburtstagskarten. Anschließend skypte der Ottenpapa mit seinem Team von der Arbeit. Sie wollten es sich natürlich nicht nehmen lassen, ihm persönlich zu gratulieren. 
Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann gemeinsam als Familie. Ottenbaby und ich sangen mehrfach für den Ottenpapa, lasen ein Schalkemärchen aus dem neuen Märchenbuch (nicht das Märchen von der Meisterschaft) und machten ganz viel Quatsch.
Mittags fuhr der Ottenpapa dann ins Fitnessstudio, während das Ottenbaby ihren Mittagsschlaf hielt. Pünktlich zum Kaffeetrinken traf er wieder im Ottenheim ein. Eine Star Wars R2D2 Motivtorte war sein Geburtstagskuchen (dafür ist man doch nie zu alt). Glücklicherweise gibt es hier verschiedenste Torten im Supermarkt zu kaufen, da ich meine Ausrüstung zum Backen nicht mit nach Schottland genommen habe. Im nächsten Jahr gibt es dann wieder eine selbstgemachte Motivtorte von mir.
Am Abend kochten wir gemeinsam ein Gericht, welches sich der Ottenpapa wünschte. Auf unseren Tellern landeten Süßkartoffeln, mediterranes Gemüse und ein großes Steak für den Ottenpapa (ich esse seit Neujahr kein Fleisch mehr). Dazu gab es für den Ottenpapa ein Becks, während ich einen alkoholfreien Cider probierte. Dieser schmeckt wie Xuxu (Erdbeerlimes), süß und künstlich.
Mit ein wenig Trash-TV haben wir den Abend ausklingen lassen. Also einen rundum gemütlichen dreißigsten Geburtstag durfte der Ottenpapa im Norden Schottlands feiern. 

Samstag, 28. Januar 2017

Schottischer Kindergeburtstag

Am Samstag vor einer Woche waren wir auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Der Sohn eines Studienkollegen des Ottenpapas feierte seinen ersten Geburtstag. Dies konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ottenhund verbrachte den Tag bei ihren Pflege-"Eltern" und hatte unheimlich Spaß (ausgiebiger Spaziergang, toben im Garten, viele Streicheleinheiten und unzählige Leckerchen).
Um ein Uhr Mittags startete der Geburtstag. Ottenpapa wurde vorgewarnt, dass es bis zu sechzig Personen werden könnten. Die Gastgeber hatten nicht damit gerechnet, dass dann doch so viele Zusagen würden. Gefeiert wurde in einem Raum des Community Centers (so eine Art Bürgerhaus). Wir waren überrascht wie gut der Raum ausgestattet ist. Neben klassischen Dingen wie Tische und Stühle waren auch Spielzeug und vor allem eine Fußbodenheizung vorhanden. Wo gibt es denn in Deutschland bitte in öffentlichen Gebäuden eine Fußbodenheizung? Für die Babys war dies natürlich super (für mich auch). 
Für unser leibliches Wohl war mit einem Buffet auch gesorgt. Dies enthielt sogar laktose- und glutenfreie Lebensmittel. Verschiedenste Spielzeuge, Bobby Cars, eine Hüpfburg und eine Pull-String-Pinata unterhielten die Babys und ihre Eltern.
Die gesamte Geburtstagsparty war im Stil des Disney-Pixar Films "Finding Dory" gehalten. Sämtliche Dekorationen, die Pinata, der Kuchen und sogar das Gastgeschenk waren dem Motto getreu. Der Vater des Geburtstagskindes eröffnete uns, dass
er den Film überhaupt nicht kennt (wir bisher auch noch nicht) und seine Frau alles organisiert hat. 
Gefeiert wurde insgesamt 2.5 Stunden. Danach war das Ottenbaby auch ziemlich platt, denn sie düste immer wieder auf dem Rutschauto herum, spielte mit anderen Babys oder krabbelte durch den Raum. 
Insgesamt war es eine wirklich tolle Feier mit schönen Momenten. Wir konnten uns auch nett unterhalten und das Ottenbaby hatte riesigen Spaß.

Dienstag, 24. Januar 2017

Was bisher geschah...

Jaaaaaaa uns und diesen Blog gibt es noch. Die Klausurenphase des Ottenpapas ist nun auch endlich vorbei und ich kann mich wieder dem Schreiben von Beiträgen widmen. Die letzten Wochen waren für uns Otten sehr anstrengend, besonders jedoch für den Ottenpapa. Neben der ganzen Lernerei riefen natürlich auch seine Vaterpflichten. Insgesamt hat er dies aber durchaus sehr gut hinbekommen.

In den ersten Tagen des neuen Jahres hat der Ottenpapa also hauptsächlich gelernt. Das Ottenbaby und ich verbrachten die Zeit mit unseren Kursen oder Verabredungen. In einem Kurs habe ich eine andere deutsche Mutter kennengelernt. Sie wohnt sogar in unserer Nachbarschaft und unsere Babys sind in einem ähnlichen Alter. Gemeinsam sind wir vier ausgiebig spazieren gegangen, besuchten die Wynfordfarm oder feierten den 1. Geburtstag ihres Kindes.

Unser Ottenbaby wurde vor ein paar Tagen bereits neun Monate alt. Das heißt ihr erster Geburtstag rückt in einem Affentempo näher. Wir wissen überhaupt nicht wo die Zeit geblieben ist und so sehr wir uns auch auf diesen besonderen Tag freuen, so sind wir auch traurig, da das erste Jahr viel zu schnell vergeht.
Mit ihren neun Monaten kann unser Ottenbaby auch schon ganz viel. Das Ottenbaby:
  • krabbelt schnell wie ein Blitz durch das Ottenheim.
  • hat fünfeinhalb Zähne (dreieinhalb oben, zwei unten).
  • trägt die Größen 80 bis 86.
  • isst unheimlich gut. Neben sämtlichen Gemüse und Obstsorten darf sie neuerdings auch an Reiswaffeln, Dinkelcrackern oder Toastbrot mit Frischkäse knabbern.
  • beginnt immer mehr zu quatschen. Mama ist ihr erstes gesprochenes Wort, aber auch Laute wie Nananana oder Papapapa hören wir aus ihrem Mund. 
  • liebt ihren Ottenhund. Gerne teilt sie das Essen mit ihr (zur Freude des Ottenhundes).
  • zieht sich wirklich überall hoch und läuft die ersten Schritte am Tisch oder Sofa.
  • lässt sich auf den Popo plumsen, wenn sie nicht mehr stehen kann.
  • sitzt alleine und kann aus dem Sitzen ins Krabbeln übergehen.
  • geht gerne Baden und plantscht wie verrückt im Wasser herum.
  • klatscht, wenn sie sich freut oder etwas toll findet.
  • lässt sich gerne Vorlesen. Meistens muss das gleiche Buch mehrmals vorgelesen werden.
  • blättert die Seiten im Buch selbstständig um.
  • ist kitzelig unter den Füßen und am Bauch.
  • beginnt immer häufiger wütend zu werden, wenn ihr etwas nicht gefällt.
  • entwickelt einen Dickkopf (Ottenpapa sagt immer: genauso wie die Ottenmama).
  • krabbelt in den Spielgruppen mittlerweile zu den anderen Babys.
  • mag es nicht, wenn Fremde sie auf den Arm nehmen.
  • lacht jeden Morgen, wenn Ottenpapa ins Zimmer kommt.
  • findet es lustig, wenn wir ihr sagen, dass sie eine Stinkbombe gelegt hat.
  • matscht gerne in ihrem Essen rum.
  • spielt an ihren Lippen und brummt dabei.
  • trinkt und hält eigenständig ihren Trinkbecher.
Neben all den Entwicklungen beim Ottenbaby sind auch Fortschritte bezüglich unserer Zukunft nach dem Abenteuer in Schottland zu vermelden. Wir wissen wohin es gehen soll. Die grünste Stadt mit der besten zweitbesten (Anmerkung des Ottenpapas) Fußballmannschaft des Ruhrgebiets ruft unseren Namen.

Sonntag, 1. Januar 2017

Goodbye 2016... Hello 2017!

So schnell vergeht die Zeit und ein neues Jahr beginnt. Eigentlich wollte ich noch einen persönlichen Jahresrückblick verfassen. Einen Rückblick auf die positiven und wundervollen Dinge, die in 2016 passiert sind, denn für uns als Ottenfamilie war es einfach unser persönliches Jahr, unabhängig von den ganzen weltpolitischen Tragödien, die sich leider ereigneten.
Das neue Jahr ist gute 21 Stunden alt und hat uns schon direkt mit einem Schrecken überfallen. Das Ottenbaby hatte zwei Tage Fieber. Heute ging es ihr wieder gut, allerdings hatte sie auf einmal einen Ausschlag am gesamten Körper. Dr. Google hat natürlich Röteln und Masern als Diagnose ausgespuckt, worauf ich leicht in Panik verfallen bin. Ottenpapa, der alte Westfale, blieb natürlich ganz ruhig und rief erstmal beim NHS (National Health Service) an und schilderte die Symptome. Die Nurse rief kurze Zeit später zurück und teilte uns mit in welchem Krankenhaus wir einen Termin bekommen hätten. Dieses Vorgehen ist wirklich praktisch (kein langes Warten in der Notaufnahme). Ottenpapa fuhr dann mit dem Ottenbaby zum Krankenhaus, während ich den Ottenhund hütete. Pünktlich um sieben Uhr kam er auch dran. Glücklicherweise hat das Ottenbaby nur einen eher harmlosen Virus und keine Röteln.
Nun noch etwas zu Silvester (Hogmanay) hier in Schottland. Es soll ja angeblich sehr wild und stark gefeiert werden. Wir haben davon allerdings nichts mitbekommen. Dies ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass wir ein Baby und einen Hund haben und so nicht losziehen konnten. Doch auch in unserer Nachbarschaft haben wir vor 22.00 Uhr keinen Böller gehört. Das war für unseren Ottenhund pure Entspannung, da sie sonst in Deutschland tagelang unter Dauerstress steht. Um Mitternacht hörten wir dann das Feuerwerk in der Stadt. Am Himmel dagegen haben wir kaum eine Rakete gesehen.  Um 00.22Uhr war es dann auch schon wieder ruhig und wir konnten entspannt schlafen gehen.
Wir freuen uns auf 2017! Sieben weitere Monate in Aberdeen, der erste Geburtstag des Ottenbabys, drei Hochzeiten, ein zweites Baby im Freundeskreis (bis jetzt), unser Umzug, einige runde Geburtstage und vieles mehr. Wir wünschen allen ein frohes gesegnetes aber besonders gesundes neues Jahr mit vielen einzigartigen Momenten und ganz viel Liebe.