Montag, 22. Mai 2017

Loch Morlich

Am Mittwoch starteten wir ausgeschlafen und munter in den Tag. Nach einem entspannten Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Loch Morlich, welcher nur wenige Autominuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. 
Es besteht die Möglichkeit auf dem See zu segeln, mit dem Kajak zu fahren oder Windsurfing zu betreiben. Ein Yacht-Club ist ebenfalls ansässig am Loch Morlich. Neben all den sportlichen Möglichkeiten ist auch ein Strandabschnitt zu finden. Verschiedenste Wander- und Mountainbikewege sind auch in direkter Umgebung.
Wir wurden schon am Parkplatz in den Bann dieser wunderschönen Natur gezogen. Im strahlenden Sonnenschein glitzerte der See einmalig schön. Das Wasser war so klar, dass wir den ein oder anderen Fisch erspähen konnten. Voll gepackt mit Kind und Kegel zogen wir los, um einmal um den See zu wandern. Der Ottenhund war nicht mehr zu halten. Sie stürmte auf den See los und schlürfte genüsslich ein paar Schlücke Seewasser. Der Ottentoddler quietschte auf meinem Rücken und genoss die Aussicht und das Schaukeln.
Am Strand angekommen, entschlossen wir uns, einen Kaffee zu trinken und die Kinder im Sand spielen zu lassen. Der Ottentoddler aß auch noch ein zweites Frühstück. Gestärkt zogen wir weiter. Wir quatschten, verliefen uns, machten unzählige Fotos (an diesem Punkt merkten wir, dass wir die gute Camera in Aberdeen vergessen hatten) und betrachteten die Natur. Irgendwann schlief der Ottentoddler dann in der Trage (mittlerweile vor der Brust) ein. 
Für die Runde um den See benötigten wir mit einer Pause ca. 3,5 Stunden. Wir hatten wirklich wahnsinnig Glück mit dem Wetter. Bei sonnigen 18 Grad war es ein Traum diese Strecke zu gehen. 
Nach dem Mittagsschlaf des Ottentoddlers gingen wir erneut nach Aviemore. Dort schlenderten wir etwas durch die Geschäfte, sofern diese dog friendly waren und kauften fürs Grillen ein. Abends grillten wir dann das erste Mal in diesem Jahr und ließen den Tag in Ruhe ausklingen.
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Samstag, 20. Mai 2017

Auf geht es nach Aviemore!

Gut gelaunt starteten wir am Dienstag nach dem Mittagessen unseren ersten Familienurlaub. Wir fuhren von Aberdeen erstmal südwestlich nach Banchory, da es dort im Raemoir Cafe die besten Scones in Aberdeenshire geben soll. Ottenpapa versorgte uns mit Leckereien, während wir Ottenmädels im Auto warteten. Die Scones waren wirklich köstlich und sind zu empfehlen.
Gestärkt setzten wir die Fahrt fort in Richtung Aviemore. Wir fuhren nicht auf direktem Wege, sondern entschieden uns für eine andere Route, eine wunderschöne Strecke durch den Cairngorms National Park.
Während der Ottentoddler gemütlich in ihrem Kindersitz schlief, sahen wir wunderschöne Ort- und Landschaften. Manchmal tauchte mitten im Nirgendwo ein kleines Häuschen auf. Wir fragten uns, was für spannende Geschichten es über diese Häuser zu erzählen gibt.
Kurz vor Aviemore wachte unser Ottentoddler dann auf und freute sich jedes Mal, wenn wir einen Berg hinunter fuhren, da es im Bauch so kitzelte. Sie lachte und quietschte auf der Rückbank. Der Ottenhund hingegen verschlief die gesamte Aufregung.
Unsere Ferienwohnung (Silverglades Holiday Homes) ist empfehlenswert. Sie ist nett eingerichtet, hat einen tollen Ausblick, einen eingezäunten Garten und ist nur 10 Minuten zu Fuß vom Stadtkern entfernt. Nach der Ankunft liefen wir direkt ins Zentrum. Wir aßen in einem dog friendly Restaurant (eine wirkliche Seltenheit in Schottland) unser Dinner und genossen die Zeit als Familie. Der Ottentoddler stopfte förmlich Erbsen und Fisch in sich hinein.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit der Planung des nächsten Tages, gemeinsamem Spielen, unserer Abendroutine mit dem Ottentoddler und jeder Menge Quatsch machen. Ottenpapa und ich saßen noch länger zusammen und redeten über Gott und die Welt.

Montag, 15. Mai 2017

Impfen, Klausuren, Reisevorbereitungen und Muttertag

Am Dienstag wurde unser kleiner Ottentoddler geimpft. Es ist zwar nicht das erste Mal in ihrem Leben, doch sicherlich die bisher schlimmsten Einstiche, die sie gespürt hat. Dies liegt vielleicht auch daran, dass sie gleich vier Spritzen in die Oberschenkel bekommen hat. Natürlich hatte sie abends eine leichte Impfreaktion und etwas Temperatur, doch sie erholte sich schnell.
Am Donnerstag schrieb der Ottenpapa dann seine vorletzte Klausur. Er sagt, dass es gut lief, obwohl die Klausur nachmittags um halb drei geschrieben wurde. Zu dieser Zeit hat er normalerweise, so sagt er, immer seinen Tiefpunkt. Jetzt steht noch eine Klausur am Montag an und dann beginnt er auch schon seine Masterarbeit. Glücklicherweise verfasste er schon ein Proposal, sodass der Start nicht ganz so schwer fallen dürfte.
Neben all den kleinen und großen Verpflichtungen im Alltag versuchen wir etwas unseren Urlaub zu planen. Wir wollen auf jeden Fall "Wandern" gehen. Auch einen Ausflug in Richtung Inverness steht auf dem Programm. Loch Ness darf da natürlich nicht fehlen. Vielleicht erhaschen wir ja einen Blick auf das Ungeheuer im Süßwassersee.
Am heutigen Muttertag wurde ich vom Ottenpapa und Ottentoddler mit einem ausgiebigen Frühstück, einer liebevollen Karte und einem Gutschein für einen Spa-Day überrascht. Der Ottentoddler liebt es zu frühstücken und konnte neben dem Brötchen mit Frischkäse nicht genug Blaubeeren, Erdbeeren und Tomaten futtern. Am Nachmittag zogen der Ottentoddler und ich dann gemeinsam "unseren" Park. Dort spielten, schaukelten und rutschten wir bis zur Erschöpfung. Zum Abschluss gönnten wir uns einen Snack im kleinen Cafe im Park. Also rundum ein perfekter Tag.

Samstag, 13. Mai 2017

Newburgh Beach

Spontan fuhren wir am vergangenen Samstag zum Newburgh Beach. Dieser Strand liegt nördlich von Aberdeen. In der Bucht von Newburgh sind sehr häufig Seals (Robben) zu sehen und daher auf jeden Fall ein Ausflug wert. Wie schon in Baldemi sind Strand und Dünen naturbelassen. Wir hatten an diesem Tag Glück und sahen/hörten die Seals.
Als wir am Strand ankamen, veränderte sich das Wetter ziemlich schnell. Also wanderten wir, nicht wie wir es erhofften im Sonnenschein am Meer entlang, sondern mit dicken Wolken am Himmel, die die wärmende Sonne verdeckten. Die weißen Riesen zogen innerhalb von Minuten auf. So ist es eben an der Nordsee. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, wenigstens für eine halbe Stunde die Seeluft zu genießen.
Unser Ottenhund flippte natürlich wieder aus, als wir am Strand ankamen. Allerdings konnten wir sie diesmal aufgrund der Robben nicht ableinen. Trotzdem hatte sie ihren Spaß. Der Ottentoddler blieb die ganze Zeit in der Trage auf dem Rücken und zeigte immer wieder mit dem Finger auf die Robben und zahlreichen Hunde am Strand. Das war sehr niedlich. Unerwartet spontan aber trotzdem wunderschön war dieser kurze Ausflug und hat uns allen wirklich gut getan.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Highlands, wir kommen!

Nun ist der April auch schon vorbei und unsere Abreise ins Heimatland rückt im Affenzahn auf uns zu. Uns bleiben nur noch wenige Wochen in Schottland und daher haben wir erstmal einen Kurztrip für Mitte Mai nach Aviemore gebucht. Ein Leben in Schottland ohne eine Wanderung in den Highlands wäre ja irgendwie nicht richtig. Der Trip ist ein vorgezogenes Abschiedsgeschenk an uns selbst. Wir wollen raus aus der Stadt, raus aus dem grauen Aberdeen, ab in die wunderschöne Natur Schottlands.
Der April war für uns alle sehr anstrengend, besonders jedoch für den Ottenpapa. Er musste drei Hausarbeiten schreiben und war daher vom frühen Morgen bis in den späten Abend beschäftigt. Der Ottentoddler zahnt seit einigen Wochen, doch die Backenzähnchen wollen einfach nicht durchbrechen und somit sind die Nächte immer relativ kurz. Vom geplanten Abstillen will ich gar nicht erst erzählen. Der Ottenhund hatte eine Blasenentzündung und hielt uns auch somit auch auf Trapp. Tja und ich versuchte irgendwie zwischen einem zahnenden Ottentoddler,  einem kranken Ottenhund und dem studierenden Ottenpapa meinen Verpflichtungen nachzukommen. Das bisschen Haushalt macht sich eben nicht von allein. Also wie ihr lest, hier im Ottenheim wird es nie langweilig.
Doch es geht bergauf. Die stressige Phase nähert sich allmählich dem Ende und der erste Urlaub als kleine Ottenfamilie steht vor der Tür. Jetzt zum Ende unseres Abenteuers blüht auch der Kontakt zu der anderen deutschen Familie in unserer Nachbarschaft noch richtig auf. Ottentoddler und ihre kleine Freundin spielen einfach zuckersüß miteinander und für uns Mamas ist es auch jedes Mal sehr gesellig. Gemeinsam würden wir vier gerne noch die Schlösser und Burgen in der Umgebung erkunden, während die Männer arbeiten/studieren. Ob dies klappt, könnt ihr dann regelmäßig (hoffe ich) auf dem Blog verfolgen. 

Samstag, 15. April 2017

First Birthday

So langsam kehrt die Ruhe im Ottenheim wieder ein, nach einem doch turbulenten wunderschönen ersten Geburtstag des Ottentoddlers. Der Wecker klingelte ungewöhnlich früh an diesem besonderen Morgen, da wir gemeinsam und ruhig in den Tag starten wollten. In Schottland zählt der Karfreitag nämlich nicht zu den allgemeinen Feiertagen und somit musste der Ottenpapa heute um 9.00 Uhr zur Uni.
Den Geburtstagstisch hatte ich am Abend bereits vorbereitet, sodass wir nur hinuntergehen mussten. Ich flitzte vor, um die klassische Geburtstagsmusik alla Rolf Zuckowski zu starten. Ottenpapa und Ottentoddler kamen dann gemeinsam ins Wohnzimmer gelaufen. Ihr Blick (auf Video aufgenommen) ist einfach unbezahlbar schön. Sie hat sich gefreut und auf jeden Fall realisiert, dass etwas ganz besonders ist an diesem Morgen ist. Das lag sicherlich auch an ihrem besonderen Outfit (ein Tutu, eine große rosafarbene Blüte im Haar und ein Body mit einer großen Eins mit Krönchen). Damit kann sich so ein kleines Mädchen doch nur besonders fühlen.
Ottentoddler lief auf den Geburtstagstisch zu und räumte erst einmal die Geburtstagstierparade ab, bevor sie damit begann die Geschenke und Geburtstagskarten auszupacken. Besonders die Puppe Krümel von JACKO-O hat es ihr angetan. Sie knuddelt, knutscht oder fährt sie durch die Gegend. Nach dem Auspacken der Geschenke frühstückten wir alle ausgiebig. Ottentoddler frühstückt unheimlich gern und gleicht bei dieser Mahlzeit der Raupe Nimmersatt. 
Ottenpapa ging anschließend zur Uni und wir spielten mit dem neuen Spielzeug und hörten Geburtstagslieder. Irgendwann waren die Augen dann zu schwer und das Ottenbaby schlief einige Zeit. Gegen zwei Uhr kehrte der Ottenpapa ins Ottenheim zurück.
Am Nachmittag tranken wir dann Kaffee und aßen einen kindgerechten Kuchen ohne Zucker und Ei dafür mit Datteln und Banane. Das Rezept habe ich von breirezept.de. Dem Ottentoddler schmeckte der Geburtstagskuchen außerordentlich gut, besonders die Bananenfrischkäsecreme schien ihr zu munden. Auch ich war positiv überrascht, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Kuchen ohne Industriezucker schmecken würde. Auch der Ottenpapa ließ sich überzeugen in Zukunft häufiger den Zucker gegen Datteln auszutauschen.
Nachmittags spielten wir dann als Familie gemeinsam und genossen die Zeit zu viert. Ottenhund und Ottentoddler beginnen vermehrt gemeinsam zu toben. Das ist ziemlich niedlich. Zum Abschluss des Tages aßen wir dann noch frischen Kabeljau, Stampfkartoffeln und Salat. Gemeinsam stießen wir nicht nur auf den Ottentoddler und das erste Lebensjahr an, sondern auch auf uns, denn wir haben bisher einen doch recht guten Job als Otteneltern erledigt. 
Und somit ist der erste Geburtstag unserer kleinen Prinzessin vorüber. Ottenpapa schreibt noch an seinen Hausarbeiten und ich falle ins Bett. Es war einmalig schön diesen Tag als kleine Familie zu feiern, doch wir freuen uns auch schon darauf den nächsten Geburtstag in größerer Runde zu zelebrieren. Vielen Dank für die zahlreichen Karten, Glückwünsche, Geschenke und lieben Grüße. Unser Ottentoddler wird wahnsinnig geliebt und das ist ein wunderbares Gefühl.

Freitag, 14. April 2017

Ein ganz besonderer Tag

Vor genau einem Jahr durften wir nach harter Arbeit das beste Geschenk in unserem Leben begrüßen, unser Ottenbaby. Dem Motto "The party don´t start ´til I walk in" entsprechend hat sie auf sich warten lassen, denn ich habe ganze neun Tage übertragen. Doch vor genau 365 Tage war es dann endlich soweit. Wir hießen sie auf dieser, besonders jedoch in unserer Otten-Welt herzlichst willkommen. Dieser Augenblick, nein der ganze Tag, wird immer etwas ganz besonderes für uns bleiben, denn unser Ottenbaby machte aus uns Eltern. Schlagartig, obwohl wir uns viele Monate auf diesen Moment vorbereiteten, änderte sich alles. Zwei Momente sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Zum einen die erste Kuscheleinheit mit dem Ottenbaby. Zum anderen die Reaktion des Ottenpapas als er sie das erste Mal im Arm hielt. Diese aufrichtige, tiefe und spürbare Liebe, die er ausstrahlte als er sie ansah, berührte mich sehr. 
Doch nicht nur der Tag der Geburt war fabelhaft, sondern die gesamten 52 Wochen ihres ersten Lebensjahres. Wir durften so viele kleine Wunder sehen und erleben. Das Ottenbaby bereichert nicht nur unser Leben, nein es erfüllt es mit Liebe, Freude, Spaß, Zufriedenheit und Glück. Sie lässt uns die Welt nicht nur durch eine andere Brille sehen, sondern ihre Schönheit neu entdecken.

Unser Ottenbaby:
  • trägt die Kleidergröße 86 (12-18 months)
  • wiegt etwas über 11 kg
  • ist 80 cm groß
  • läuft eigenständig im Ottenhaus
  • läuft an der Hand auf dem Spielplatz
  • krabbelt die Treppenstufen hinauf
  • besitzt 8 Zähne 
  • hat kleine Löckchen am Hinterkopf 
  • hilft beim An- und Ausziehen der Jacke
  • will eigenständig essen und liebt es das Essen von Mama und Papa zu futtern
  • teilt noch immer gerne ihr Essen mit dem Ottenhund
  • guckt gerne aus dem Fenster im Wohnzimmer (regelmäßig sind "Kämpfe" um den besten Platz zwischen Ottenhund und Ottenbaby zu beobachten)
  • klettert auf das Sofa, um rückwärts wieder herunterzusteigen
  • verteilt gerne Küsschen
  • beginnt zu tanzen, wenn die Titelmusik von Leo Lausemaus ertönt
  • malt sowohl mit Wachsmalstiften, als auch mit Fingerfarbe
  • beschäftigt sich für einige Minuten selbstständig mit ihren Büchern oder Duplosteinen
  • badet unheimlich gern
  • findet es lustig, wenn der Ottenpapa mit dem Ottenhund durchs Ottenheim rennt
  • rutscht und schaukelt freudig auf dem Spielplatz
  • findet ältere Kinder interessant
  • telefoniert gerne über whats app
  • klaut regelmäßig die Handys der Otteneltern
  • singt, lacht, plappert täglich
  • sie nickt, wenn sie etwas möchte oder sagt jaaaaa
  • wird wütend, wenn sie ihren Willen nicht bekommt
  • isst gerne Banane, Joghurt, Brot mit Frischkäse, Tomaten und vieles mehr (bisher gibt es eigentlich nichts, was sie nicht isst)
Wir blicken unheimlich dankbar auf 8760 Stunden mit unserem Ottenbaby zurück und freuen uns, dass wir das erste Lebensjahr auf unsere Weise gemeistert haben. Wir begrüßen zuversichtlich und glücklich das zweite Lebensjahr unseres Ottentoddlers (Ottenkleinkind klingt komisch) und freuen uns auf all die bevorstehenden Abenteuer.