Donnerstag, 29. September 2016

Schlaflos in Aberdeen

So aufregend und schön wie im Filmklassiker "Schlaflos in Seattle" mit Tom Hanks und Meg Ryan geht es im Moment im Ottenhaus leider nicht zu, denn unser kleines Ottenbaby hat einen Schnupfen. Es ist ihr erster Schnupfen und damit Neuland für den Ottenpapa und mich. Bisher hat sie glücklicherweise noch kein Fieber, sondern nur eine triefende Stupsnase. Vielleicht ist dies ja der Vorbote für den ersten Zahn, auf den wir hier sehnsüchtig warten.

Gestern Abend hat es zwei Stunden gedauert bis das Ottenbaby endlich geschlafen hat. Immer wieder mussten wir ihr Stupsnäschen frei saugen. Wir haben auch direkt festgestellt, dass unser Nasensekretsauger (ja so heißen die Teile wirklich) bei dem Ottenbaby nicht funktioniert. Also musste ein neuer Nasensekretsauger her. Entschieden haben wir uns für dieses Modell. Für alle kinderlosen Leser: Ein Ende kommt in das Nasenloch des Kindes, das andere Ende in den eigenen Mund und dann wird ordentlich gesaugt.

Die Nacht war sehr unruhig und kurz. Unser Ottenbaby schlief mehr schlecht als recht. Zusätzlich irrte ein vom peitschenden Wind verängstigter Ottenhund durch das Ottenheim. Das Winseln des Vierbeiners weckte dann auch regelmäßig das Ottenbaby. Es gab nur noch eine Lösung: Der Auszug aus dem Schlafzimmer!!! Ottenpapa und Ottenhund verbrachten also zwangsweise die restlichen Stunden der Nacht im zweiten Schlafzimmer. 

Es bleibt nur noch eines zu sagen: Thank God for Concealer!!!

Dienstag, 27. September 2016

Das Ottenheim


Wie leben wir hier eigentlich? Etwas beschrieben wurde unser Ottenhäuschen bereits in dem Post über die Wohnungssuche in Aberdeen. Neben zwei Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, einem Bad und einer Küche haben wir noch eine kleine Rumpelkammer (im wahrsten Sinne des Wortes). Dort ist alles wir so benötigen (Bügeleisen, Staubsauger, Wäscheständer etc.) verstaut. Das Häuschen verfügt über zwei Etagen. Im Erdgeschoss findet unser tägliches Leben statt, denn hier ist die Küche und das Wohnzimmer. Im Obergeschoss befinden sich die beiden Schlafzimmer und das kleine Bad.



Generell ist alles sehr hell, freundlich und für die grundlegenden Bedürfnisse eingerichtet. Wir haben lediglich einen Esstisch und zwei Stühle, ein Babybett und ein kleines Regal kaufen müssen. Dem Ottenpapa ist bei der Besichtigung nicht aufgefallen, dass ein Essplatz fehlt. Das ganze Häuschen (außer Küche und Bad) ist mit Teppich ausgelegt. Das ist richtig super für Allergiker wie mich.


Für uns als Familie ist der Platz definitiv ausreichend. Allerdings haben wir uns schon gefragt, wie die ganzen Briten es schaffen in so kleinen Häusern dauerhaft zu leben, so ganz ohne Keller und weiteren Stauraum. Wo verstauen sie denn ihr Werkzeug? Entrümpeln sie einfach häufiger und verwahren weniger? Neigen wir Deutschen einfach zum Messie-Syndrom? Wir konnten uns diese Fragen bisher nicht beantworten.

Die Bilder in diesem Beitrag hat der Ottenpapa bereits vor der Ankunft der Ottenfrauen gemacht. Mittlerweile haben wir etwas umgestellt und auch die neuen Möbel sind eingezogen.


Samstag, 24. September 2016

Sensory Class

Heute waren das Ottebaby und ich das erste Mal bei der Sensory Class. Da die Class bereits um 9.45 Uhr startete, mussten wir früh raus aus den Federn. Das Ottenbaby ist nämlich normalerweise eine kleine Langschläferin. Während ich das Bett schon früh verließ, kuschelten die anderen Otten noch gemeinsam im Bett. In Ruhe trank ich meinen morgendlichen "Kaffee" (so kann ich diese Nestcafe Plörre eigentlich nicht bezeichnen) und frühstückte.

Unerwartet waren wir alle überpünktlich abfahrbereit. Jeder der ein Baby hat weiß, dass das eigentlich nie klappt. Doch an diesem sehr windigen und trüben herbstlichen Morgen war es uns vergönnt. Der Ottenpapa brachte uns zum Kurs, da ich mich noch immer nicht getraut habe in diesem besagten Linksverkehr zu fahren. Unser Karlchen (Auto) soll ja schließlich dieses Jahr unbeschadet und weiterhin schneeweiß glänzend überleben. Während wir in der Class waren, sind der Ottenhund und Ottenpapa spazieren gegangen und haben anschließend im Auto gewartet. Dort wollte der Ottenhund, wie hier zu sehen ist, dann kurzerhand das Steuer übernehmen. Natürlich muss auch die Privatsphäre des Ottenhundes gewahrt bleiben, sonst verklagt sie mich eines Tages noch.

Die Class findet in einem Gemeindezentrum statt. Der Raum ist sehr nett hergerichtet für die Class. Es liegen Matten auf dem Boden und eine Spielecke ist aufgebaut. Insgesamt dauert die Sitzung 45 Minuten (25 Minuten im Kreis, 5 Minuten Spielpause, 15 Minuten im Kreis). Das ist für so ein kleines Baby auch definitiv ausreichend. 10-12 Babys im Alter von 16 Wochen bis 12 Monaten waren heute anwesend. Es ist jedes Mal erstaunlich, was so ein paar Wochen zwischen den Kindern für Entwicklungsunterschiede ausmachen. Namentlich war definitiv das gesamte britische Königshaus anwesend.

In der Class wurde heute der Seh- und Hörsinn aktiviert und geschärft. Dabei kam viel Musik zum Einsatz. Das gefällt unserem Ottenbaby sehr. Nach dem Eingangslied, haben wir mit bunten Tüchern gewedelt und "peek a boo" gespielt. Auch verschiedene Rasseln, Bälle und Bänder kamen später in der Class zum Einsatz. In der Pause stand ein Bällebad in der Mitte des Kreises. Das Ottenbaby war darin sichtlich glücklich. Dies ist vielleicht etwas, was das Christkind am Heiligen Abend im Ottenhaus unter den Weihnachtsbaum legt.
Nach der kurzen Pause ging es dann munter und gesanglich weiter. Der riesige Ball (auf dem Bild in der Ecke) wurde dabei durch den Raum geworfen. Das begeisterte das Ottenbaby richtig. Auch die anderen Babys waren fasziniert von dem fliegenden Ball. Unser Ottenbaby ist auch von den anderen Babys begeistert. Sie flirtete direkt fleißig mit den schottischen Babyboys neben uns. Zum Schluss sangen wir noch einen Goodbye-Song.

Insgesamt hat dieser Kurs allen sehr gut gefallen. Das Ottenbaby war anschließend so müde, dass es fast drei Stunden lang schlief. Die anderen Eltern (es waren auch Väter anwesend) waren alle sehr nett und kontaktfreudig. Die Leiterin des Kurses ist sehr aufgeschlossen und erklärt sehr schön wofür die einzelnen Übungen gut sind.

Den restlichen Tag haben wir als Familie gemeinsam verbracht. Wir haben die nächste Woche geplant, Bilderbücher angeguckt, Essen gekocht und Quatsch gemacht. Gleich besucht uns dann nur noch das Sandmännchen. Am Sonntag gehen wir einkaufen und kochen den Brei für die Woche, welchen wir portionsweise einfrieren.

Mittwoch, 21. September 2016

Der Alltag beginnt

Der letzte Abend vor dem neuen Lebensabschnitt des Ottenpapas ist angebrochen. Ab morgen (für Euch heute) ist er wieder Student. Leichte Nervosität liegt in der Luft des Ottenhauses. Zwar sind diese Woche nur Informationsveranstaltungen und so eine Art O-Woche, dennoch ist es für ihn aufregend. Zum einen ist er nicht mehr zwanzig Jahre jung, ledig und frei von Verpflichtungen, zum anderen studiert er diesmal in einem für ihn (noch) fremden Land.


Die vergangenen Tage seit unserer Ankunft haben wir vorwiegend genutzt, um unser Haus und Leben zu organisieren. Auch am Meer waren wir schon. Allerdings ist der Stadtstrand etwas gewöhnungsbedürftig. Es erinnert mich etwas an die Bebauung der Niagarafälle, denn anstatt diese einmalig schöne Natur zu genießen, jagt ein Spielparadies das nächste. Sogar eine winzige Achterbahn ist hier an der Promenade zu finden. Nichtsdestotrotz geht es uns gut, sobald der Nordseewind unsere Nase kitzelt und die Haare aus dem Gesicht weht. Das Ottenbaby war schön dick eingemummelt in der Ergobaby.

Heute haben wir den Tag als Familie noch einmal richtig genutzt. Morgens war ich das erste Mal mit dem Ottenbaby bei einer Playgroup. Viele wilde schottische Kinder, unzähliges und undefinierbares Spielzeug und mittendrin unser Ottenbaby. Ihr hat es sichtlich Spaß gemacht. Auch mir tat es gut einmal herauszukommen. Ich kramte also mein American English heraus und begab mich in die Welt des nuschelnden Akzents. 
Am Nachmittag zogen wir Otten dann gemeinsam los. Der Park in unserer Nachbarschaft war unser Ziel. Wettertechnisch hatten wir auch Glück, denn die Sonne schien. Ein sonniger Herbsttag ist für mich jedes Mal ein Traum. Das goldene Licht, das auf die Baumkronen fällt, die angenehme Temperatur und die bunten Blätter sind nur drei Gründe, warum der Herbst meine liebste Jahreszeit ist.

Unser Park ist außergewöhnlich schön. Neben unzähligen Grünflächen gibt es einen Spielplatz, einen Streichelzoo, ein Labyrinth, einen Rosengarten, verschiedene Skulpturen und Denkmäler, sowie ein kleines Café. An diesem Ort steht die Welt irgendwie still. Vielleicht können die Bilder dies etwas vermitteln.

Die restliche Woche ist bisher noch nicht viel geplant. Ottenpapa ist täglich in der Uni, während ich die Babys hüte und beschäftige. Am Wochenende haben wir dann die nächste Class mit dem Ottenbaby.

Dienstag, 20. September 2016

Reisebericht der Ottenmama

Nach einer doch kurzen und unruhigen Nacht begann der erste Schritt ins Abenteuer Aberdeen für das Ottenbaby und mich. Ich packte die letzten Sachen, während das Ottenbaby noch einmal ausgiebig mit der Ottenoma kuschelte. Schneller als uns allen lieb war, stand der Moment des Abschiedes vor der Tür. 

Ottenopa brachte uns sicher zum Flughafen. Dort wartete schon die Uroma, denn auch sie wollte uns noch einmal sehen und in den Arm nehmen. Nach einem kurzen Snack sind wir durch die Security gegangen. Das war vielleicht ein Aufwand allein mit Baby, Kinderwagen (musste auseinander gebaut werden, damit die Babyschale durchleuchtet werden konnte), Rucksack inklusive Laptop, Wickeltasche, Ergobaby und einer Jacke (zu viel Zeug für eine Person). Alles wurde ausgiebig durchleuchtet. Natürlich wurde mein Rucksack herausgefischt, denn ich hatte nichts ahnend eine Metallkugel dabei. Ja genau eine Metallkugel. Diese versteckte sich im Spielzeug des Ottenbabys (Stehaufmännchen)! Der Sicherheitsbeamte konnte selbstverständlich nichts damit anfangen und musste es bei seiner KollegIN zeigen und abklären lassen. Zum Glück haben wir das geliebte Stehaufmännchen zurückbekommen. Anschließend zogen wir weiter zum Gate.

Wir hatten noch 2 Stunden bis das Boarding beginnen sollte. Das war auch so geplant, denn ich wollte ohne Stress mit dem Ottenbaby in den Flieger steigen. Also saß ich am Gate mit dem Blick auf das Rollfeld und habe das Ottenbaby erst einmal gestillt. Ich liebe die Atmosphäre an Flughäfen. So viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Zielen. Aufregung, Abschied, Freude, Nervosität, Gelassenheit und vieles mehr liegt in der Luft. Gerne sitze ich nur da und beobachte wie die Flugzeuge starten und landen. Am Donnerstag durfte ich den schönsten Airbus 320 bestaunen. Den schwarz gelben Mannschaftsairbus von Borussia Dortmund.

Unsere Maschine, leider nicht schwarz gelb, hatte (natürlich) Verspätung. Ich nutze die Zeit, um das Ottenbaby noch einmal zu wickeln, mir einen maßlos überteuerten Kaffee zu gönnen und die Füße zu vertreten. Dann kam der große Moment. Der erste Flug des Ottenbabys. Wir durften als erste das Flugzeug betreten (nettes Gefühl an der Schlange vorbei zu laufen, die sich eine halbe Stunde vorher gebildet hatte)!
Die Stewards waren sofort verliebt in die Kleine. Ich musste das Ottenbaby an meinem Sicherheitsgurt befestigen. Kurze Zeit später startete der Flieger mit 124+1 Passagieren an Board. Das +1 war unser Ottenbaby.
Während des Starts habe ich gestillt, so hatte das Ottenbaby keine Probleme mit dem Druckausgleich. Neben uns saß ein älteres nettes Ehepaar aus Deutschland. Sie erzählten mir von ihren Kindern und Enkeln. Das Ottenbaby schlief einige Zeit in meinem Arm, um anschließend ausgeschlafen sowohl das Ehepaar, als auch die Stewards zu begeistern. Sie lächelte, lachte und strampelte so vor sich hin bis wir uns zur Landung bereit machen mussten. An diesem Punkt stillte ich wieder, um den Druckausgleich erträglich zu machen.

Die Piloten sind ziemlich hoch und schnell geflogen, um die Verspätung einigermaßen wieder herauszuholen. Das haben sie auch geschafft. Wir landeten mit einer halben Stunde Verspätung um ca. 17.20 Uhr in Edinburgh.  Der Ottenpapa fotografierte diesen besonderen Augenblick für uns.
Dummerweise habe ich meinen Kinderwagen nicht zum Flugzeug gebracht bekommen, obwohl dies so vorgesehen ist. Ich durfte also meinen Rucksack, eine Jacke, die Ergobaby, die Wickeltasche und das Ottenbaby tragen. Zunächst mussten wir durch die Passkontrolle. Auch dort war eine wahnsinnige Schlange, an der ich direkt vorbeilaufen durfte, da ein Mitarbeiter des Flughafens das Ottenbaby auf meinem Arm gesehen hatte. Wir wurden natürlich sofort ins Land gelassen.
Am Gepäckband stand mir das nächste Hindernis bevor, da ich alle Koffer und den Kinderwagen vom Band fischen musste. Glücklicherweise war ein nettes Paar aus meiner Maschine schon an der Gepäckausgabe und bot mir ihre Hilfe an.
Bepackt wie ein Esel (ein sehr großer Esel) machte ich mich auf den Weg nach draußen, denn dort wartete unser Ottenpapa und der Ottenhund. Kaum hatte ich den schottischen Boden vor dem Flughafen berührt, flippte unser Ottenhund aus. Ottenpapa stürmte sofort auf sein Ottenbaby und ich auf unseren Ottenhund. Nach den ersten Kuscheleinheiten be
grüßten wir uns natürlich auch noch. Die Babys (ja auch der Ottenhund ist unser kleines Baby) kommen allerdings zu erst.

Wir hatten noch zweieinhalb Stunden Autofahrt von Edinburgh nach Aberdeen vor uns. Das Ottenbaby hatte natürlich wenig Lust weitere Stunden im Autositz zu verbringen. So sang ich die ganze Zeit ihre Lieblingslieder, um sie etwas bei Laune zu halten. Erschöpft sind wir gegen 21.30 Uhr dann endlich in unserem Zuhause angekommen, wo wir als Familie erstmal kuschelten.

Insgesamt überraschte mich sehr, wie gut das Reisen mit einem kleinen Baby doch funktionierte. Unser Ottenbaby spielte perfekt mit. An dieser Stelle möchte ich gern einmal auf die Kommentarfunktion unter jedem Eintrag hinweisen. Wir würden uns freuen, wenn wir den einen oder anderen Kommentar zu unseren Einträgen lesen könnten. Natürlich sollte unsere Anonymität dabei bewahrt bleiben.

Freitag, 16. September 2016

Hello Scotland

Während hier alle noch seelenruhig schlafen, nutze ich die Zeit für ein kleines Update. Das Ottenbaby und ich sind nach einem langem Anreisetag in unserem neuen "Zuhause" angekommen. Einen Reisebericht verfasse ich die nächsten Tage in Ruhe.

Es fühlt sich sehr gut an. Wir sind wieder zusammen, alle vier Otten in einem Haus unter einem Dach. Die Zeit der Sehnsucht ist endlich vorbei. Jetzt kann es los gehen mit dem Abenteuer Aberdeen!

Das erste Abenteuer hatte ich bereits gestern Abend. Ich saß nichts ahnend auf unserem Sofa, völlig erschöpft vom Tag, als mich plötzlich dieses Ungeheuer attackierte. Eine riesige und ich meine wirklich riesige Spinne krabbelte seelenruhig an meiner Schulter vorbei. Wo bin ich denn bitte hier gelandet? Nach meinem lauten Gebrüll, für einige wohl auch eher Kreischen, kam der Ottenpapa. Er ermahnte mich erst einmal leise zu sein, bevor er mich endlich vor dem Ungeheuer rettete. Ganz eisern fing er, mein persönlicher Held, das Biest ein. Jetzt ergeben die unzähligen Spinnenszenen bei J.K. Rowlings Harry Potter endlich einen Sinn. Sie schmücken das Zauberer-Epos nicht aus, sondern  diese Biester existieren wirklich!

In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute, mit dem Ziel Peppermint Oil zu kaufen, um unser Haus damit einzusprühen. Das soll die Ungeheuer angeblich abhalten nur in die Nähe unseres Heims zu kommen. 

Mittwoch, 14. September 2016

Goodbye Germany

Jetzt ist es soweit. Die letzte Nacht in good old Germany steht mir bevor. Ob ich wirklich schlafen kann, wird sich zeigen. Ich bin wahnsinnig nervös und aufgeregt. Der erste Flug mit dem Ottenbaby und dann das Wiedersehen mit meinem Ottenmann und Ottenhund rückt immer näher (19 Stunden noch)!

Vor acht Jahren war ich definitiv nicht so nervös vor dem Abenteuer Ausland und damals bin ich allein ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten aufgebrochen. Diesmal habe ich meine kleine Familie an meiner Seite und trotzdem schlägt das Herz wilder denn je. Mit Anfang 20 war ich vielleicht unbefangener, offener und nicht so kopflastig, na ja vielleicht auch einfach nur etwas naiv und abenteuerlustig!

Heute habe ich mich noch einmal mit meiner besten Freundin getroffen. Realisiert haben wir es beide noch nicht. Kein Kaffeeklatsch, kein gemeinsames Lachen, keine Spaziergänge und niemand der mich auf den Boden der Tatsachen zurückholt, wenn ich mal wieder eine sture Ottenmama bin. Mit anderen Worten: Du wirst mir sehr fehlen!

Am Abend saßen wir mit der Familie noch einmal im Garten und haben gemeinsam gegessen. Das war wirklich herrlich. Ottenonkel und (hoffentlich irgendwann einmal) Ottentante haben die Zeit genutzt und mit dem Ottenbaby gekuschelt. Ottenoma hatte lecker gekocht und uns an diesem Abend noch einmal verwöhnt. Als (noch) einziges Baby in der Familie fällt der Abschied allen besonders schwer. Mein Gastvater aus Amerika pflegt immer zu sagen: It is not a goodbye, it is a see you later!!! Das sehe ich definitiv auch so! Ottenoma und Opa besuchen uns glücklicherweise schon im Dezember.

Nena drückt es in ihrem Song Leuchturm sehr schön aus, was ich zur Zeit fühle: "Ich geh mit dir, wohin du willst. Auch ans Ende dieser Welt. Am Meer, am Strand, wo Sonne scheint, will ich mit dir alleine sein." Ottenpapa, ich freu mich auf dich, auf uns, auf unsere kleine Familie, auf unser Abenteuer Aberdeen.