Am Dienstag (30. August) war es endlich so weit.
Nachdem wir nun wochenlang quasi unter Dauerstress standen (kirchliche Hochzeit und Taufe, die letzte Prüfung an der Uni für die Ottenmama, Vorbereitung der Reise) konnte es endlich losgehen. Das Auto hatte der
Ottenpapa schon am Montag nahezu vollständig gepackt,sodass sich der
Ottenopa, Ottenpapa und Ottenhund dann direkt nach erfolgreich bestandener Prüfung auf
den Weg machen konnten.
Für den ersten Teilabschnitt von Münster nach Calais hatten
wir extra ein wenig mehr Zeit eingeplant, da ja durchaus einige Abschnitte mit
erhöhtem Verkehrsaufkommen (Ruhrgebiet, Antwerpen etc.) zu erwarten waren. Zu dem sollte unserer kleiner Ottenhund natürlich die eine oder andere
Pause machen, um sich ausreichend zu bewegen. Gott sei Dank sind wir sehr gut durchgekommen. Wir waren bereits ca. 2 Stunden vor der gebuchten Abfahrt durch den Tunnel in
Calais. Wie sich später herausstellen sollte, war dies auch gut so und half
uns, weitere Verspätungen zu kompensieren
.
In Calais am Terminal des Eurotunnels angekommen mussten wir
zuallererst einmal den kleinen Ottenhund an der Tierrezeption anmelden. Dafür
benötigt werden ein gültiger EU-Heimtierausweis, ein aktiver Mikrochip, eine
gültige Tollwutimpfung (min. 21 Tage vor Abreise) und eine aktuelle Wurmbehandlung
(min. 24, max. 120 Stunden vor Abreise). Der Ottenhund fand die Tierrezeption
leider nicht so toll, da es sie doch stark an den nicht so geliebten Tierarzt
erinnerte (wohl aufgrund der anderen wartenden Hunde). Insgesamt
lässt sich aber sagen, dass wir dort sehr schnell und ohne große Wartezeiten
passieren konnten.
Anschließend ging es zurück ins Auto und ab in die Schlange
zum Check-In. Dies hat dann doch noch eine Weile gedauert, da wir insgesamt
durch drei Checkpunkte fahren mussten (Check-In, französische Grenzkontrolle,
britische Grenzkontrolle). Die Sinnhaftigkeit von zwei Grenzkontrollen direkt
hintereinander erschließt sich mir mal so gar nicht. Zumal sich die französischen
Grenzbeamten ganz offensichtlich der Sinnlosigkeit ihrer Tätigkeit bewusst
waren und der nette französische Kollege eher sein Handy als unsere Ausweise im
Blick hatte.
Nach den Kontrollen wurden wir dann zu einer Art Terminal geleitet,
wo wir darauf warteten, dass der einem zugewiesene Zug abfährt. Das ganze
ist über Buchstaben gelöst. Unser Buchstabe war W und so warteten wir bis dieser aufgerufen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ein wenig Geduld notwendig, die der Ottenopa, auch
aufgrund etwas mangelnder Sprachkenntnisse, nicht so richtig hatte. Ich habe
mich derweil in eine scheinbar endlose Schlange bei Burger King angestellt, die
wie sich herausstellte darin begründet war, dass lediglich drei von
sechs Kassen geöffnet waren. Auch an dieser Stelle hatte ich den Eindruck, dass zu viel
französische Gelassenheit im Spiel war. Nachdem ich ca. 30 Minuten auf mein
Menü gewartet hatte, wurden wir auch zeitnah aufgerufen und es ging weiter.
Leider hatte sich aufgrund eines Zugausfalls der Zeitplan
aller Abfahrten um ca. 45 Minuten nach hinten verschoben. Somit war der
Vorsprung, den wir fleißig rausgefahren hatten, auch wieder weg. Wir fuhren mit dem
Auto direkt in einen Zug. Nach ca. 40 Minuten waren wir dann in
Großbritannien. Insgesamt also eine wirklich schnelle (zumindest wenn kein Zug
ausfällt) und angenehme Art zu reisen. Allerdings ist die Reise durch den Tunnel auch nicht ganz so günstig (ca. 200
Euro für ein Auto mit 2 Personen und Hund).
Gegen 16 Uhr Ortszeit kamen wir dann endlich nach einer langer
Anreise in Aberdeen an. Wir holten die Schlüssel und Papiere für unsere neues Zuhause beim Makler ab, bevor es in unser kleines Haus ging.
Insgesamt war es doch eine sehr anstrengende,
aber auch schöne Fahrt ohne größere Probleme oder Verzögerungen. Der Ottenhund hat die Anreise auch wunderbar verkraftet und genießt nun die Zeit mit mir am Strand.
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