Freitag, 17. Februar 2017

Studieren in Aberdeen

Nachdem meine Frau ja nun schon den einen oder anderen Eintrag hier verfasst hat, ist es wohl nun auch an mir einen Beitrag zu unserem kleinen Blog zu leisten. Und was bietet sich da mehr an als ein paar Zeilen über mein Leben als Ottenpapa und Student zu verfassen.
Grundsätzlich war es schon eine ganze Weile mein Wunsch, noch einmal im Ausland als Student Erfahrungen zu sammeln. Es hat sich allerdings während meines Bachelors nie wirklich ergeben, obwohl die Gelegenheit sicher da gewesen wäre. Aber wie das so ist, waren dann Praktika und auch die Freundin irgendwie immer wichtiger. Nachdem ich nach dem Bachelor schon knapp zwei Jahre in Lohn und Brot stand, ergab sich nun allerdings doch noch die Gelegenheit, im Rahmen eines Masterstudiums genau diese Erfahrung zu machen.
Zunächst sollte es für uns nach Cork im schönen Süden Irlands gehen. Leider wurde mir der bereits zugesagte Studienplatz dann, ich vermute aufgrund mangelnder Anmeldezahlen, allerdings doch verwehrt und der Studiengang gestrichen. So musste ich mich ziemlich kurzfristig nach einer Alternative umsehen und bin dann, auch dank der Hilfe von college contact, schnell fündig geworden. College contact ist eine Agentur in Münster, die im Auftrag von Universitäten im Ausland kostenfreie Beratung und Vermittlung von Studienplätzen in aller Welt anbietet. So ging es dann also nach Aberdeen, Schottland. Ich wusste vorher nicht viel über diese Stadt, aber die wesentlichen Anforderungen (englischsprachig, Ein-Jahr-Master) waren hier erfüllt und die Studiengebühren sind vergleichsweise gering. Und im Endeffekt ist es ja auch so, dass man es sich überall gemütlich machen kann.
Nachdem ich bereits im Vorfeld einmal in Aberdeen war um eine Wohnung zu suchen, ging das Abenteuer dann im September für mich und den Ottenhund so richtig los (Reisebericht). Den ersten Kontakt mit der Universität machte ich auch ziemlich zeitnah, da hier die sogenannten „Freshers“ starteten, eine DREIWÖCHIGE Einführungs- / Partyveranstaltung. Für mich als alleinerziehenden Hundepapa war dort allerdings nicht viel zu holen, da ja Frau und Kind noch in Deutschland verweilten und ich somit nicht lange das Haus verlassen konnte. Und dazu muss ich auch sagen, dass diese Veranstaltungen doch vor allem für die jüngeren, undergraduate Studenten gedacht sind. Somit war mein Interesse sowieso eher gering. Insgesamt war es trotzdem interessant und beeindruckend zu sehen, welchen Aufwand hier die Studentenvertretungen (student unions) betreiben um die neuen Studenten zu begrüßen. Dagegen wirkt die eine oder andere O-Woche in Deutschland geradezu mickrig.
Natürlich ließ ich es mir aber nicht nehmen, die Universität ein erstes Mal zu besuchen und zu besichtigen. Der noch relativ neue Campus der Robert-Gordon University in Aberdeen liegt sehr schön an einem Fluss (River Dee) gelegen und umfasst diverse sehr schicke und moderne Gebäude. Es gibt eine tolle Bibliothek mit klasse Ausblick über Aberdeen, ein eigenes Sportscenter und auch die Business School hat sein eigenes, sehr schönes Gebäude. In allen Gebäuden sind sehr gut ausgestattete Räumlichkeiten vorhanden und auch für das leibliche Wohl ist jeweils gesorgt (Subway, Costa, Pizza etc.).
Das Studium selbst ist in drei Abschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt begann somit Ende September und die Vorlesungszeit endete kurz vor Weihnachten. Im Januar standen dann die ersten Klausuren an. Mein Studiengang (MSc Accounting & Finance) ist so aufgebaut, dass im ersten Teilabschnitt die Grundlagen gelegt und dann per Klausur geprüft werden. Die Inhalte waren auf vier Module mit den Schwerpunkten Finance, Accounting und Quantitative Methoden verteilt. Das zweite Trimester, welches dann jetzt seit ca. drei Wochen läuft, baut dann darauf auf und vertieft gezielt bestimmte Inhalte bis ins Detail. Im zweiten Semester liegt der Fokus auf Corporate Finance, Management Accounting und die Vorbereitung der Master Thesis, welche dann das Kernelement des dritten Abschnitts bildet. Die vorherrschende Prüfungsform im zweiten Abschnitt ist auch nicht mehr die Klausur, sondern es werden zunehmend Hausarbeiten als Leistungsnachweis verlangt. Somit läuft ab jetzt offensichtlich alles auf die finale Erstellung der Abschlussarbeit hinaus.
Was aber sicher interessanter ist, sind meine Erfahrungen im Studienalltag. Mein Kurs besteht aus 15 Studenten, ist also relativ klein. Um trotzdem wirtschaftlich zu arbeiten, bietet die Uni mehrere ähnliche Masterkurse an (Financial Management, Oil & Gas Finance etc.), welche sind dann diverse Kurse teilen und somit sind wir in der Regel knapp 30 Studenten in den Vorlesungen. Die Zusammensetzung ist dabei sehr international (Schotten sind sogar eher die Ausnahme). Das liegt an der eher praktischen und für berufserfahrene ausgelegten Studienordnung der Robert Gordon University im Bereich Master Wirtschaftswissenschaften. Meine Kommilitonen kommen somit aus ganz Europa, Asien und vor allem auch Afrika (viele aus Nigeria und Ghana). Genau das macht es aber, aus meiner Sicht, so spannend hier zu studieren. Man bekommt unheimlich viele neue Eindrücke und lernt die verschiedensten Menschen und deren Kulturen kennen. Alle sind irgendwie fremd in Aberdeen und somit schweißt das gut zusammen. Neben den vielen internationalen Studierenden sind auch die Dozenten sehr international. Meine bisherigen Professoren kamen unter anderem aus China, Pakistan oder Nigeria. 
Falls jemand explizite Fragen zum Studieren in Aberdeen hat, können diese gerne in den Kommentare hinterlassen werden.

Sonntag, 12. Februar 2017

Groceries

In den vergangenen Monaten sind uns einige Lebensmittel begegnet, die wir bisher noch nicht kannten oder in Deutschland in dieser Form bisher nicht gesehen haben.

Knoblauch, ja den haben wir in Deutschland natürlich auch. Doch hier begegnet er einem bereits geschält und gepresst im Kühlregal, direkt aus der Tube oder im Glas. Sehr praktisch, vor allem für uns, da wir unseren Hausstand inklusive Knoblauchpresse in der Heimat gelassen haben. Auch Ingwer und Chilli haben wir schon aus der Tube probiert und geschmacklich keinen Unterschied festgestellt. Preislich liegt ein Glas (95 g) bei 1,30 Pfund.


Marmite, ein vegetarischer Brotaufstrich mit Hefeextrakt. Dieser ist uns persönlich in Deutschland bisher nicht begegnet. Geschmacklich definitiv sehr würzig und salzig. Ich finde, dass es wie ein Gemüsebrühwürfel schmeckt, also absolut nicht mein Geschmack. Zum Kochen finde ich es allerdings super, nur eben als Brotaufstrich nicht. Es wird damit geworben, dass es sehr gesund ist, da reichlich Vitamin B12 enthalten ist. Preislich liegt ein kleines Glas (125 g) bei 1,70 Pfund.


Schokoladencreme mit Pfefferminz. Eine dunkle Schokoladencreme fürs Brot kaufen wir auch ab und zu in Deutschland. Die kann der Ottenpapa mit seiner Laktoseintoleranz nämlich essen im Gegensatz zum klassischen Schoko-Haselnussaufstrich. Hier allerdings gibt es die dunkle Schokoladencreme fürs Brot mit Pfefferminz versetzt. Es riecht und schmeckt wie Nestles After Eight. Laut Ottenpapa ist es essbar, aber er bevorzugt die klassische Variante ohne Pfefferminz. Preislich liegt ein Glas (400 g) bei 1,50 Pfund.

Keksbrotaufstrich von Lotus, den haben wir bisher in Deutschland nicht gesehen. Ottenpapa entdeckte ihn vor einigen Wochen. Dieser Aufstrich riecht und schmeckt wie die Karamellkekse von Lotus. Das sind die Plätzchen, die es in fast jedem Cafe zum Heißgetränk dazu gibt. Es gibt eine crunchy (mit Stückchen) und eine smooth Variante. Uns schmeckt der Aufstrich, allerdings ist er wirklich sehr, sehr süß, wie fast alles hier. Ottenpapa empfiehlt ein Schwarzbrot dazu, damit die Süße etwas aufgehoben wird. Preislich liegt ein Glas (380 g) bei 2.30 Pfund.

Irn Bru, ein typisch schottisches Getränk, welches laut Ottenpapa in der Uni wirklich viele trinken. Es enthält unter anderem Koffein. Geschmacklich ist uns bisher nichts ähnliches begegnet. Ich finde es schmeckt wie diese klassischen bunten runden Kinderkaugummis, die nach dreimal kauen schon hart werden und ihren Geschmack verlieren. Es ist ebenfalls sehr süß. Preislich liegt eine Flasche (2 Liter) bei 1,50 Pfund.



HP Sauce, klassisch! Vorzugsweise wird sie zu Chips and Fish oder Fleischgerichten gegessen. Der Essiggeruch ist auf jeden Fall sehr dominat, geschmacklich hingegen dominiert der Essig nicht. Eine leichte süße Nuance ist dank der Datteln zu schmecken. Ottenpapa isst die Sauce sehr gern, während ich einfach nur Essig zu Fish & Chips bevorzuge. Preislich liegt eine kleine Flasche (285 g) bei 1 Pfund.

Fruit Filling, eingelegte und bereits angedickte Früchte. Diese werden zum Füllen oder Dekorieren von verschiedenstem Gebäck verwendet. Wir haben es bisher zu Pfannkuchen gegessen oder in den morgendlichen Porridge gepackt (Ottenpapa sollte eigentlich eingelegte Kirschen mitbringen). Geschmacklich süß und fruchtig. Es ist ganz praktisch aber definitiv nicht notwendig (bei eigener Herstellung ist definitiv weniger Zucker enthalten). Preislich liegt eine Dose (410 g) bei 1 Pfund.




Über eine kleine Rückmeldung bezüglich solcher Einträge, die ja nur indirekt mit unserem Leben hier zu tun haben, würden wir uns sehr freuen. Vielleicht hat ja auch jemand noch Tipps, ob es Lebensmittel gibt, die wir unbedingt noch probieren müssen.





Mittwoch, 8. Februar 2017

Dog Beer, Shopping & Blackout

Samstag begann unser Wochenende mit der Baby Sensory Class. Ottenbaby unterhielt sämtliche Eltern und auch mich. Ihre Persönlichkeit entwickelt sich immer mehr. Es ist unheimlich aufregend, spannend und einmalig zu sehen wie ihr Charakter langsam Form annimmt. Im Kurs krabbelt sie nur so davon und blabbelt laut, wenn die Kursleitung etwas erklärt. Das ist wirklich niedlich und auch ziemlich lustig.
Mittags wurde der Ottenhund von ihrer Pflege-"Familie" abgeholt, da wir einen neuen Kindersitz für unser Ottenmobil kaufen wollten. Das Ottenbaby ist nämlich mittlerweile zu groß und schwer für die Babyschale. Im Vorfeld informierten wir uns natürlich über die verschiedenen Modelle und ihr Abschneiden bei den verschiedenen Sicherheitstests. Seit einiger Zeit werden Kindersitze empfohlen, die bis ca. zum vierten Lebensjahr rückwärts gerichtet sind. So soll auch unser Ottenbaby so lang wie möglich gegen die Fahrtrichtung gerichtet sitzen.
Mit einer genauen Vorstellung kamen wir im Babymarkt an und ließen uns das Wunschmodel zeigen. Die Verkäuferin erzählte uns zusätzlich noch einige Dinge, die zu berücksichtigen sind. Ottenpapa wollte dann natürlich auch noch Alternativen sehen und so kam es, dass uns alle, wirklich alle Alternativen vorgestellt wurden. Nach dem das Ottenbaby einige Sitze Probe gesessen hatte, konnten wir uns noch immer nicht richtig entscheiden. Also verließen wir den Store mit fast leeren Händen (ein Paar rosafarbene Rutschesocken mussten noch mit).
Danach fuhren wir in eine Mall, gingen gemütlich etwas Essen und genossen die Zeit als Familie. Die Burger sahen allerdings besser aus, als sie schmeckten. Mein Halloumi-Burger war kalt und die Pommes noch halb roh! Immerhin schmeckte der Coleslaw. Auch Ottenpapa begeisterte das Essen nicht. Anschließend gingen wir noch etwas Shoppen. Ein neues schwarzes Paar Chelsea Boots durften mit.
Am Sonntag gingen das Ottenbaby und ich, wie immer, zu dem Baby Schwimmkurs. Ottenbaby plantschte, tauchte und blabbelte wild im Wasser. Ottenhund und Ottenpapa waren während dessen am Strand. Anschließend gingen die beiden noch in ein Geschäft für Tiernahrung. Dort entdeckte der Ottenpapa an der Kasse Hundebier (Hühnerbrühe mit Malz). Natürlich kaufte er eins für unseren Ottenhund. Dies mundete ihr sehr. 
Gegen Mittag wollte der Ottenpapa Lebensmittel einkaufen gehen, als es plötzlich aus dem Nichts blitze und donnerte. Blitz und Donner waren gleichzeitig direkt über unserem Haus. Ottenpapa war bereits draußen und auf dem Weg zum Auto. Ich bin so froh, dass ihm nichts passiert ist. Es regnete nicht und auch danach zog kein Gewitter auf. Jedenfalls ist der Blitz in der Nachbarschaft eingeschlagen. Unser komplettes Viertel hatte über zwei Stunden keinen Strom und die Alarmanlagen der Häuser heulten in Dauerschleife. Online konnten wir die wichtigsten Informationen, dank mobiler Daten, abrufen. Glücklicherweise hatten wir eine Duftkerze (Italienisches Weihnachtsgebäck) im Haus.
Pünktlich zum Abendbrei floss der Strom dann wieder durch unsere Leitung und wir konnten kochen und den Autositz für unser Ottenbaby bestellen. Wir haben uns für den Testsieger (Concord Reverso Plus Isofix + i-Size) entschieden. Also insgesamt war es ein doch sehr aufregendes Wochenende für uns Otten.

Sonntag, 29. Januar 2017

Geburtstag des Ottenpapas

Am Donnerstag war es dann soweit. Ottenpapa feierte seinen runden Geburtstag. Das nächste Lebensjahrzehnt ist also für ihn nun angebrochen. Älter, weiser und reifer als mit 29 Jahren fühlt er sich nicht, dass sagt er jedenfalls. 
Der Tag begann für uns alle außergewöhnlich spät, da das Ottenbaby ausschlief. Dies war für den Ottenpapa das beste Geschenk des Tages. Während die beiden noch im Bett kuschelten, führte ich den Ottenhund spazieren und bereitete ein Sonntagsfrühstück vor. Gemeinsam verspeisten wir die Köstlichkeiten, Ottenpapa packte seine Geschenke aus und las die Geburtstagskarten. Anschließend skypte der Ottenpapa mit seinem Team von der Arbeit. Sie wollten es sich natürlich nicht nehmen lassen, ihm persönlich zu gratulieren. 
Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann gemeinsam als Familie. Ottenbaby und ich sangen mehrfach für den Ottenpapa, lasen ein Schalkemärchen aus dem neuen Märchenbuch (nicht das Märchen von der Meisterschaft) und machten ganz viel Quatsch.
Mittags fuhr der Ottenpapa dann ins Fitnessstudio, während das Ottenbaby ihren Mittagsschlaf hielt. Pünktlich zum Kaffeetrinken traf er wieder im Ottenheim ein. Eine Star Wars R2D2 Motivtorte war sein Geburtstagskuchen (dafür ist man doch nie zu alt). Glücklicherweise gibt es hier verschiedenste Torten im Supermarkt zu kaufen, da ich meine Ausrüstung zum Backen nicht mit nach Schottland genommen habe. Im nächsten Jahr gibt es dann wieder eine selbstgemachte Motivtorte von mir.
Am Abend kochten wir gemeinsam ein Gericht, welches sich der Ottenpapa wünschte. Auf unseren Tellern landeten Süßkartoffeln, mediterranes Gemüse und ein großes Steak für den Ottenpapa (ich esse seit Neujahr kein Fleisch mehr). Dazu gab es für den Ottenpapa ein Becks, während ich einen alkoholfreien Cider probierte. Dieser schmeckt wie Xuxu (Erdbeerlimes), süß und künstlich.
Mit ein wenig Trash-TV haben wir den Abend ausklingen lassen. Also einen rundum gemütlichen dreißigsten Geburtstag durfte der Ottenpapa im Norden Schottlands feiern. 

Samstag, 28. Januar 2017

Schottischer Kindergeburtstag

Am Samstag vor einer Woche waren wir auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Der Sohn eines Studienkollegen des Ottenpapas feierte seinen ersten Geburtstag. Dies konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ottenhund verbrachte den Tag bei ihren Pflege-"Eltern" und hatte unheimlich Spaß (ausgiebiger Spaziergang, toben im Garten, viele Streicheleinheiten und unzählige Leckerchen).
Um ein Uhr Mittags startete der Geburtstag. Ottenpapa wurde vorgewarnt, dass es bis zu sechzig Personen werden könnten. Die Gastgeber hatten nicht damit gerechnet, dass dann doch so viele Zusagen würden. Gefeiert wurde in einem Raum des Community Centers (so eine Art Bürgerhaus). Wir waren überrascht wie gut der Raum ausgestattet ist. Neben klassischen Dingen wie Tische und Stühle waren auch Spielzeug und vor allem eine Fußbodenheizung vorhanden. Wo gibt es denn in Deutschland bitte in öffentlichen Gebäuden eine Fußbodenheizung? Für die Babys war dies natürlich super (für mich auch). 
Für unser leibliches Wohl war mit einem Buffet auch gesorgt. Dies enthielt sogar laktose- und glutenfreie Lebensmittel. Verschiedenste Spielzeuge, Bobby Cars, eine Hüpfburg und eine Pull-String-Pinata unterhielten die Babys und ihre Eltern.
Die gesamte Geburtstagsparty war im Stil des Disney-Pixar Films "Finding Dory" gehalten. Sämtliche Dekorationen, die Pinata, der Kuchen und sogar das Gastgeschenk waren dem Motto getreu. Der Vater des Geburtstagskindes eröffnete uns, dass
er den Film überhaupt nicht kennt (wir bisher auch noch nicht) und seine Frau alles organisiert hat. 
Gefeiert wurde insgesamt 2.5 Stunden. Danach war das Ottenbaby auch ziemlich platt, denn sie düste immer wieder auf dem Rutschauto herum, spielte mit anderen Babys oder krabbelte durch den Raum. 
Insgesamt war es eine wirklich tolle Feier mit schönen Momenten. Wir konnten uns auch nett unterhalten und das Ottenbaby hatte riesigen Spaß.

Dienstag, 24. Januar 2017

Was bisher geschah...

Jaaaaaaa uns und diesen Blog gibt es noch. Die Klausurenphase des Ottenpapas ist nun auch endlich vorbei und ich kann mich wieder dem Schreiben von Beiträgen widmen. Die letzten Wochen waren für uns Otten sehr anstrengend, besonders jedoch für den Ottenpapa. Neben der ganzen Lernerei riefen natürlich auch seine Vaterpflichten. Insgesamt hat er dies aber durchaus sehr gut hinbekommen.

In den ersten Tagen des neuen Jahres hat der Ottenpapa also hauptsächlich gelernt. Das Ottenbaby und ich verbrachten die Zeit mit unseren Kursen oder Verabredungen. In einem Kurs habe ich eine andere deutsche Mutter kennengelernt. Sie wohnt sogar in unserer Nachbarschaft und unsere Babys sind in einem ähnlichen Alter. Gemeinsam sind wir vier ausgiebig spazieren gegangen, besuchten die Wynfordfarm oder feierten den 1. Geburtstag ihres Kindes.

Unser Ottenbaby wurde vor ein paar Tagen bereits neun Monate alt. Das heißt ihr erster Geburtstag rückt in einem Affentempo näher. Wir wissen überhaupt nicht wo die Zeit geblieben ist und so sehr wir uns auch auf diesen besonderen Tag freuen, so sind wir auch traurig, da das erste Jahr viel zu schnell vergeht.
Mit ihren neun Monaten kann unser Ottenbaby auch schon ganz viel. Das Ottenbaby:
  • krabbelt schnell wie ein Blitz durch das Ottenheim.
  • hat fünfeinhalb Zähne (dreieinhalb oben, zwei unten).
  • trägt die Größen 80 bis 86.
  • isst unheimlich gut. Neben sämtlichen Gemüse und Obstsorten darf sie neuerdings auch an Reiswaffeln, Dinkelcrackern oder Toastbrot mit Frischkäse knabbern.
  • beginnt immer mehr zu quatschen. Mama ist ihr erstes gesprochenes Wort, aber auch Laute wie Nananana oder Papapapa hören wir aus ihrem Mund. 
  • liebt ihren Ottenhund. Gerne teilt sie das Essen mit ihr (zur Freude des Ottenhundes).
  • zieht sich wirklich überall hoch und läuft die ersten Schritte am Tisch oder Sofa.
  • lässt sich auf den Popo plumsen, wenn sie nicht mehr stehen kann.
  • sitzt alleine und kann aus dem Sitzen ins Krabbeln übergehen.
  • geht gerne Baden und plantscht wie verrückt im Wasser herum.
  • klatscht, wenn sie sich freut oder etwas toll findet.
  • lässt sich gerne Vorlesen. Meistens muss das gleiche Buch mehrmals vorgelesen werden.
  • blättert die Seiten im Buch selbstständig um.
  • ist kitzelig unter den Füßen und am Bauch.
  • beginnt immer häufiger wütend zu werden, wenn ihr etwas nicht gefällt.
  • entwickelt einen Dickkopf (Ottenpapa sagt immer: genauso wie die Ottenmama).
  • krabbelt in den Spielgruppen mittlerweile zu den anderen Babys.
  • mag es nicht, wenn Fremde sie auf den Arm nehmen.
  • lacht jeden Morgen, wenn Ottenpapa ins Zimmer kommt.
  • findet es lustig, wenn wir ihr sagen, dass sie eine Stinkbombe gelegt hat.
  • matscht gerne in ihrem Essen rum.
  • spielt an ihren Lippen und brummt dabei.
  • trinkt und hält eigenständig ihren Trinkbecher.
Neben all den Entwicklungen beim Ottenbaby sind auch Fortschritte bezüglich unserer Zukunft nach dem Abenteuer in Schottland zu vermelden. Wir wissen wohin es gehen soll. Die grünste Stadt mit der besten zweitbesten (Anmerkung des Ottenpapas) Fußballmannschaft des Ruhrgebiets ruft unseren Namen.

Sonntag, 1. Januar 2017

Goodbye 2016... Hello 2017!

So schnell vergeht die Zeit und ein neues Jahr beginnt. Eigentlich wollte ich noch einen persönlichen Jahresrückblick verfassen. Einen Rückblick auf die positiven und wundervollen Dinge, die in 2016 passiert sind, denn für uns als Ottenfamilie war es einfach unser persönliches Jahr, unabhängig von den ganzen weltpolitischen Tragödien, die sich leider ereigneten.
Das neue Jahr ist gute 21 Stunden alt und hat uns schon direkt mit einem Schrecken überfallen. Das Ottenbaby hatte zwei Tage Fieber. Heute ging es ihr wieder gut, allerdings hatte sie auf einmal einen Ausschlag am gesamten Körper. Dr. Google hat natürlich Röteln und Masern als Diagnose ausgespuckt, worauf ich leicht in Panik verfallen bin. Ottenpapa, der alte Westfale, blieb natürlich ganz ruhig und rief erstmal beim NHS (National Health Service) an und schilderte die Symptome. Die Nurse rief kurze Zeit später zurück und teilte uns mit in welchem Krankenhaus wir einen Termin bekommen hätten. Dieses Vorgehen ist wirklich praktisch (kein langes Warten in der Notaufnahme). Ottenpapa fuhr dann mit dem Ottenbaby zum Krankenhaus, während ich den Ottenhund hütete. Pünktlich um sieben Uhr kam er auch dran. Glücklicherweise hat das Ottenbaby nur einen eher harmlosen Virus und keine Röteln.
Nun noch etwas zu Silvester (Hogmanay) hier in Schottland. Es soll ja angeblich sehr wild und stark gefeiert werden. Wir haben davon allerdings nichts mitbekommen. Dies ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass wir ein Baby und einen Hund haben und so nicht losziehen konnten. Doch auch in unserer Nachbarschaft haben wir vor 22.00 Uhr keinen Böller gehört. Das war für unseren Ottenhund pure Entspannung, da sie sonst in Deutschland tagelang unter Dauerstress steht. Um Mitternacht hörten wir dann das Feuerwerk in der Stadt. Am Himmel dagegen haben wir kaum eine Rakete gesehen.  Um 00.22Uhr war es dann auch schon wieder ruhig und wir konnten entspannt schlafen gehen.
Wir freuen uns auf 2017! Sieben weitere Monate in Aberdeen, der erste Geburtstag des Ottenbabys, drei Hochzeiten, ein zweites Baby im Freundeskreis (bis jetzt), unser Umzug, einige runde Geburtstage und vieles mehr. Wir wünschen allen ein frohes gesegnetes aber besonders gesundes neues Jahr mit vielen einzigartigen Momenten und ganz viel Liebe.