Montag, 3. Oktober 2016

Dunnottar Castle

Ein sonniger Sonntag ist der perfekte Tag für den ersten Familienausflug der Ottenfamilie außerhalb von Aberdeen. Unser Ziel war Dunnottar Castle, eine atemberaubende Ruine. Diese steht in der Nähe von Stonehaven. Die kleine Küstenstadt liegt etwa 20-25 Minuten südlich von uns entfernt.

Wir starteten früh in den Tag, da wir zum Mittagsbrei des Ottenbabys wieder Zuhause sein wollten. Nach einem schnellen Frühstück ging es auch schon los. Wir waren vollgepackt mit verschiedensten Dingen, die wir als notwendig erachteten (Camera, Wickeltasche, Ergobaby, Rucksack mit Snacks, Kinderwagen, unterschiedliche Jacken für das Ottenbaby), denn mit Baby weiß man ja nie so recht. Der Ottenpapa stellte nüchtern vor der Abfahrt fest, dass ein Familienausflug mit 3 Kindern keinen Spaß machen könne, da es einem Umzug gleich kommen würde. Ob wir jemals erfahren werden, wie sich ein Ausflug mit 3 Kindern anfühlt, wird die Zukunft zeigen.

Voll motiviert fuhren wir los. Ich schlürfte meinen morgendlichen Kaffee als Coffee to go in einem vorbildlich erneut verwendbarem Becher und bestaunte die wunderschöne Landschaft. Wir entschlossen einen kostenlosen Besucherparkplatz in Stonehaven anzusteuern. Von dort bis zur Burgruine sind es gute 1,5 Meilen. Wir ließen den Kinderwagen im Auto und trugen das Ottenbaby in der Ergobaby. Der Ottenpapa war bepackt wie ein Sherpa.

Der Weg zu Dunnottar Castle ist einzigartig schön. Zu Beginn hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf Stonehaven. Danach stiefelten wir die Hügel mal rauf, mal runter direkt an den Klippen entlang. In meinem Kopf summte dazu die Melodie von Enid Blytons 5 Freunden, die in so ähnlichen Kulissen ihre Abenteuer erlebten.
Ottenpapa stellte zusätzlich fest, dass es in den Serien und Filmen, die er gern schaut (nicht Rosemunde Pilcher), genauso aussieht. Auf der einen Seite des Wegs sahen wir die Klippen, während auf der anderen Seite des Wegs Felder und grasgrüne Wiesen mit Kühen  uns erfreuten.
Der Ottenhund wurde bei der Wanderung von jedem zweiten Menschen überschwänglich begrüßt. Sie erobert die Herzen der Schotten jedes Mal im Flug. Die Fotos können die Schönheit dieses Stückchen Erde nicht ansatzweise widerspiegeln, aber sie bieten dennoch einen guten Einblick.

Angekommen bei der Burgruine pausierten wir erst einmal, um neue Energie zu sammeln. Der
Marsch war nämlich ziemlich anstrengend. Es war definitiv ein Workout für mich, da ich unser 8+kg Ottenbaby vor die Brust geschnallt hatte. Ich rechne schon jetzt mit Muskelkater, der mich die nächsten Tage ärgern wird.
Gestärkt und mit neuer Energie erkundeten wir dieses geschichtsträchtige Dunnottar Castle bevor wir uns auf den atemberaubenden Rückweg machten. Sowohl die Burg, als auch der Weg sind zauberhaft und ein Besuch wert, besonders bei so sonnigem Wetter wie wir es hatten. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Eintritt von 7 Pfund pro Person recht viel erscheint für eine Ruine. Doch wir sehen es als eine Art Spende, um dieses geschichtliche Gebäude zu erhalten.

Insgesamt war dieser kleine Ausflug eine wundervolle Energiequelle. Wir tankten Vitamin D, bewegten uns und haben das doch recht silbergraue Aberdeen einmal für kurze Zeit verlassen. Den restlichen Tag waren wir nur noch lazy und haben das Haus nicht mehr verlassen. Ottenbaby und Ottenhund haben einen ausführlichen Mittagsschlaf gemacht, Ottenpapa seinem Lieblingsverein die Daumen gedrückt und ich habe gekocht.




3 Kommentare:

  1. Es ist ja eine Traumlandschaft, so wie ich mir
    Schottland vorgestellt habe. Wenn es auch für Euch mit Ottenbaby und Ottenhund anstrengend war, hat es sich doch gelohnt. Und mit solch schönen Erlebnissen geht die Arbeit wieder leichter von der Hand. Danke für den schönen Bericht. Oma

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  2. Wie cool, dass ihr da in der Nähe wohnt! Die Castle fand ich wirklich schön. Sie steht so cool auf dem Berg direkt am Rand. Traumhaft!

    Liebe Grüße
    Judith

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  3. Waaaah! Scotland!!! 😍😍
    Soooo schön, und ihr WOHNT da!!

    Liebe Grüße vom
    German LandEi

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