Montag, 31. Oktober 2016

Busy Weekend

Am letzten Wochenende im Oktober standen viele Termine im Kalender der Ottenfamilie. Dementsprechend früh startete der Supersamstag im Ottenhaus. In ihrem neuen Halloweenoutfit gekleidet fuhren das Ottenbaby und ich mit dem Bus zur Sensory Class. Sie sah sehr niedlich aus, wobei ich der Meinung bin, dass ihr die Farbe rosa doch deutlich besser steht als orange. Ja ich gebe es gerne zu, ich bin eine absolute Stereotypenmama und ziehe ihr am liebsten rosafarbende Kleidchen  mit Feenstaub an.  Die anderen Babys der Class waren auch zuckersüß verkleidet. Besonders das kleine Krümmelmonster hat mir gefallen.
Nach der Class sammelte der Ottenpapa uns ein und setze mich am Hilton Hotel ab. Dort war ein Baby- und Kinderflohmarkt, den ich unsicher machen wollte, denn das Ottenbaby benötigte neues Spielzeug, einen Hochstuhl und viele viele neue Bücher (ich kann die ganzen Bücher alle schon auswendig). Vor dem Hilton Hotel war eine lange Warteschlange. Ich wartete ca. 15-20 Minuten, unterhalten von den zwei Amerikanerinnen hinter mir (gefühlt kenne ich jetzt beide Lebensgeschichten), bis ich endlich in die Verkaufsräume durfte. Die besten Stücke waren, wie das immer ist, schon vergriffen. Ich kämpfte mich also an die Stände, in der Hoffnung, doch das ein oder andere nützliche Teil zu erwischen. Leider vergebens. Meine Ausbeute war überschaubar. Ich ergatterte zwei Bücher, ein Motorikspielzeug und zwei undefinierbare lärmende Plastikgeräte (eigentlich befürworte ich ja Holzspielzeug, die Schotten scheinbar allerdings nicht).
Nach dem Mittagsschlaf zogen der Ottenpapa und das Ottenbaby gemeinsam los, um weiteres Spielzeug zu kaufen, während ich, wie meistens, den Brei für die Woche kochte. Ottenhund schlief seelenruhig auf ihrem Sofa. Pünktlich zum Highlight des Tages (Derby) kamen die beiden von ihrer Shoppingtour zurück. Stolz und mit strahlenden Augen präsentierte der Ottenpapa das neue Teil. Ich sag nur so viel, die lärmende Plastikspielzeugkollektion wurde erweitert.
Gemeinsam schauten wir die erste Halbzeit. Jeder drückte "seinem" Team die Daumen. Ich durfte mir natürlich anhören, dass ich ja immer nur ein Fan sei, wenn es mir passt. Laut dem Ottenpapa nämlich nur dann, wenn ich ihn damit ärgern kann. Er vergisst wohl ständig unseren Spruch im Ehering "Echte Liebe, ein Leben lang". In der zweiten Halbzeit guckte nur noch der Ottenpapa aufgeregt das Spiel, während ich das Ottenbaby fütterte und für uns Dinner kochte. Damit war der Supersamstag dann zumindest für mich vorbei.
Auch der Sonntagmorgen begann im Ottenhaus früh, denn der erste Schwimmkurs für das Ottenbaby stand bevor. Gemeinsam fuhren wir zum Gym, welches in der Nähe des Strandes ist. Ottenbaby und ich stiefelten zum Schwimmen, während Ottenpapa den Ottenhund am Strand ausgiebig ausführte. Wir kauften für das Ottenbaby ein Starter Packet. Dies enthält eine Unterlage aus Neopren, eine "Neoprenwindel" (wird über die Schwimmwindel gezogen), einen Neoprenanzug und eine Neoprenweste. Alles natürlich, weil ich ja so auf Mädchenfarben stehe, in Pink. Das Ottenbaby sieht so niedlich darin aus. Babys in Neoprenanzügen sind einfach goldig.
Jetzt aber zur Class. Unser Ottenbaby liebt das Wasser, ganz wie die Ottenmama. Sie gehört allerdings zur faulen Sorte, denn sie bewegt ihre kleinen Hobbitfüßchen keinen Zentimeter, sondern lässt sich lieber von der Ottenmama durchs Wasser ziehen. Die Class dauert insgesamt eine halbe Stunde. Das hört sich wenig an, ist aber für so ein kleines Wesen eine ziemliche Anstrengung. Vieles wird mit Gesang bzw. Sprüchen unterstützt, sodass das Baby auch bestimmte Laute bzw. Wörter mit Handlungen verbindet.
Nach der Class sammelte der Ottenpapa uns ein und wir fuhren nach Hause. Es dauerte keine fünf Minuten und das Ottenbaby schlief tief und fest in ihrem Babysitz (das macht sie eigentlich nur noch ganz selten). Der restliche Sonntag verlief entspannt. Ottenpapa spazierte am Nachmittag mit den Ottenbabys durch den Park, während ich an einer Hausarbeit über die geistlichen Spiele des Mittelalters arbeitete. Kulinarisch verwöhnt wurden wir ebenfalls vom Ottenpapa. Er kochte und ich skypte mit der Familie.
Noch ein kleines Update zu unserem Ottenbaby. Sie entwickelt sich im Moment so wahnsinnig schnell. Zur Zeit übt sie ihre Laute ausgiebig. Die Lautverbindungen MamMamMam oder LalLalLal schallen regelmäßig durchs Ottenhaus. Ottenpapa und ich sind der Meinung, dass wir auch schon ein PapPapPap gehört haben. Neben der Sprache werden auch die Bewegungen immer gezielter. Allerdings hat das Ottenbaby herausgefunden, dass sie sich nicht zwangsweise bewegen muss, um an ein Spielzeug zu kommen, denn es funktioniert mindestens genauso gut an der Spieldecke zu ziehen bis das Spielzeug vor ihrer Nase liegt.
Da der Beitrag am 31.10 veröffentlicht wird, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern noch einen wunderbaren Reformationstag und verweise auf die lesenswerte Stelle im Römerbrief 3,28.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Throwback Thursday

Letzte Woche hatten wir einen wunderschön rotgefärbten Himmel. Dies hab ich genutzt, um unserem Ottenbaby zu erklären, dass die Engel bereits tausende Plätzchen für die Weihnachtszeit backen. Die wichtigen Dinge kann ein Kind nie zu früh lernen.
Ein wenig Vorfeude auf die besinnliche Weihnachtszeit spüre ich jetzt schon. Diese Zeit ist immer etwas besonderes. Ja sie hat gar etwas magisches mit all den vielen bunten Lichtern in den Fenstern und den verschiedensten sinnlichen Düften. Doch in diesem Jahr ist es mehr, es ist das erste Weihnachtsfest mit unserem Ottenbaby. Na gut, es ist auch der erste heilige Abend, den die Otteneltern gemeinsam verbringen. Also müssen wir erst einmal für uns herausfinden, wie wir diese besonderen Wochen/Tage für uns als Familie gestalten wollen. Eins ist jedoch klar. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und der Besuch eines Gottesdienstes gehören definitiv dazu.
In diesem Sinne wünsche ich euch, liebe Leser, dass ihr auch hin und wieder die Magie des Kindseins in den rotgefärbten Himmeln entdecken könnt und vielleicht sogar einen Engel mit Plätzchen erspäht.


Dienstag, 25. Oktober 2016

Die Organisationsotten

Ohne Organisation und Planungen funktioniert im Ottenhause nichts mehr. Daher haben wir uns vor einiger Zeit ein Whiteboard als Familienkalender angeschafft. Es ist echt ganz praktisch, da der komplette Monat abgebildet wird und alle Termine von allen Otten ihren Platz finden.

Jeder von uns hat eine eigene Farbe zugeordnet bekommen. Am Anfang eines Monats werden die kompletten Termine, die schon feststehen, eingetragen.
Zusätzlich notieren wir jede Woche auch die Meals, die wir so kochen wollen. Zum einen spart dies Geld, da wir mit einem Einkaufszettel einkaufen gehen und nur das Kaufen, was wir auch benötigen. Zum anderen ist ein Supermarkt fußläufig nicht zu erreichen. Wir können nicht mal eben etwas einkaufen gehen, wie wir es in Deutschland häufig taten. Daher planen wir auch dieses immer schön im Voraus.

Auch Dinge wie die Müllabfuhr (das Entsorgungssystem finde ich ziemlich gewöhnungsbedürftig) oder das wöchentliche Breikochen werden vermerkt. Zusätzlich führen wir noch eine To-do und Budget Liste für den jeweiligen Monat.


Dienstag, 18. Oktober 2016

Herbst

Der Herbst küsst seit einiger Zeit auch Aberdeen. Ich hab die letzten drei Wochen Bilder in unsere Nachbarschaft gemacht, um den herbstlichen Fortschritt zu dokumentieren. Es ist jedes Jahr erstaunlich, wie schnell die Blätter sich verfärben und dann doch zügig abfallen.

Es ist schon kalt geworden hier oben im Norden Schottlands. Teilweise bewegen wir uns nur noch im einstelligen Bereich. Dementsprechend sind wir Otten jetzt auch gekleidet. Ohne Kinderwagenfußsack mit gutem deutschen Qualitätslammfellchen verlassen wir das Haus nicht mehr. Auch eine dicke altrosafarbene Bommelmütze ist für unser Ottenbaby neuerdings Pflicht.

Die Ottenhündin betört die Rüden seit kurzem mit ihrem signalfarbenen pinken Mäntelchen (ja sie trägt diesen mit Stolz)! Der Elchpullover zog schon für die Weihnachtszeit bei uns ein. Ich konnte an dem Christmas-Aufsteller für Hunde (natürlich war der direkt auf dem Weg zur Kasse) nicht vorbeigehen, ohne etwas für unsere Ottenhündin mitzunehmen!
Ottenpapa und ich warten derweil noch auf unsere neuen Gummistiefel, um bald ausgiebig in den riesigen Pfützen mit der Ottenhündin planschen zu können.

Mit dem Herbstbeginn rückt auch Halloween immer näher. Viele Läden sind dementsprechend geschmückt. Kostüme, Dekoration und Kürbisse sind in jedem Supermarkt zu finden. Auch schon vor dem 31. Oktober gibt es viele Partys für Kinder und Familien. Wir haben für unser kleines Ottenbaby ein süßes Outfit gekauft. Dieser Halloween-Spirit ist irgendwie ansteckend. Die kleinen Kürbissöckchen rasseln sogar. Am 29. Oktober wird sie es dann in ihrer Sensory-Class tragen, da das Motto natürlich Halloween ist.
In Deutschland hingegen lege ich nicht besonders viel Wert auf dieses Ereignis, sondern feier lieber den Reformationstag, da ja Martin Luther vor 499 Jahren die 95-Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg nagelte.

Freitag, 14. Oktober 2016

6 Monate Ottenbaby

Vor genau 26 Wochen hat unser Ottenbaby das Licht der Welt erblickt und uns somit zu Eltern gemacht. Die vergangen 182 Tagen waren die wundervollsten, schönsten, aufregendsten, chaotischsten, liebevollsten, herzlichsten, außergewöhnlichsten, fabelhaftesten aber auch anstrengendsten Tage unseres Lebens.
Seit 4.368 Stunden dreht sich die Welt vom Ottenpapa und mir in einer anderen Geschwindigkeit. Manchmal dreht sich alles ganz ganz ganz schnell. Besonders in den Augenblicken, wenn das Ottenbaby größer wird. Natürlich freut es uns, wenn wir sehen, dass sie sich so prächtig entwickelt, sie so viele neue Dinge lernt, ihre Welt und sich entdeckt. Doch gleichzeitig wünsch ich mir, dass unsere Welt auch einmal ganz langsam ihre Drehungen vollzieht und wir jeden Moment ausgiebig genießen können.
Neben den Drehungen hat sich auch der Mittelpunkt unserer kleinen Welt vor 262.080 Minuten verändert. Das Ottenbaby ist das Zentrum unseres Lebens und lässt uns Entscheidungen treffen, die wir vor einem Jahr niemals getroffen hätten. Der Sinn des eigenen Lebens hat sich erweitert. Wir wollen keine dieser 15.724.800 Sekunden mit unserem kleinen Wunder missen. Sie ist, wie es der Pfarrer so schön in der Predigt sagte, unser Gottesgeschenk.

Wir feiern heute also Bergfest im ersten Lebensjahr unseres Ottenbabys. Das sorgt für Gefühlschaos, denn so sehr ich mich auf die weiteren 6 Monate mit vielen weiteren Entwicklungen unseres Babys freue, so sehr bin ich auch traurig, denn die vergangenen Monate seit ihrer Geburt sind viel zu schnell vergangen.

All die ersten Male (Windeln wechseln, Baden gehen, Autofahren, Zuhause ankommen, Spazieren gehen, ihr Lächeln, auf den Bauch rollen, Brei essen) sind nicht nur Erinnerungen, sondern Alltag geworden. Ihr erstes Lächeln ist mittlerweile ein richtiges Lachen. Sie entwickelt immer mehr ihren eigenen Kopf und bevor wir uns versehen, ist unser kleines Ottenbaby kein Baby mehr. Wir blicken also auf 6 Monate voller Erinnerungen, aber besonders auf Monate tiefster Liebe zurück und freuen uns auf weitere erste Male in dem nächsten halben Jahr.

Nun aber zu unserem Ottenbaby:
  • sie trägt Größe 74
  • sie wiegt 8620 gramm
  • sie ist 71cm groß
  • sie rollt fleißig vom Rücken auf den Bauch
  • sie liegt gerne auf ihrem dicken Bäuchlein und pupst dabei
  • sie hält ihren Kopf sehr sicher
  • sie spielt gern an ihren dicken Hobbitfüßchen
  • sie liebt ihre Sophie la giraffe
  • sie hat einen kleinen Dickkopf
  • sie isst mittags bereits einen Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei (Brokkoli, Karotte oder Pastinake)
  • sie isst abends einen Milch-Getreidebrei (Haferflocken)
  • sie hat bisher keinen Zahn
  • sie findet den Ottenhund lustig
  • sie will ihren Brei am liebsten alleine löffeln
  • sie spielt mit ihrer Stimme
  • sie trinkt mittlerweile Fencheltee
  • sie hört uns gerne singen, besonders ihr Lieblingslied "Hände waschen"
  • sie lacht immer, wenn wir grunzen
  • sie guckt gerne Bücher an
  • sie ist eine kleine Wasserratte und badet gerne
  • sie interessiert sich für andere Babys.
In allem ist sie unser kleines Ottenbaby, welches unser Leben mit Liebe, Hoffnung, Glaube, Glück und ganz viel Freude füllt.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

1. Besuch aus Deutschland

Am Sonntag war es endlich soweit. Unsere lieben Freunde (K&K) haben uns hier im hohen Norden Schottlands besucht. Die beiden machten einen Städtetrip nach Edinburgh und kamen bei dieser Gelegenheit auch bei uns vorbei. Mutig mieteten sie sich eine kleine Knutschkugel und fuhren erstmalig im Linksverkehr. Ich bin wohl die Einzige, die sich davor (noch) scheut.

Wir haben uns gegen Mittag in Stonehaven getroffen. Unsere Ottenhündin flippte ganz leicht aus, als sie die beiden sah. Auch wir freuten uns wirklich sehr. Gemeinsam erkundeten wir die Strandpromenade von Stonehaven. Dabei wurde natürlich viel gequatscht und sämtliche Neuigkeiten ausgetauscht. In solchen Momenten merke ich, dass die Welt in Deutschland auch nicht still steht und wir einiges nicht direkt miterleben. Wir genießen das Abenteuer Aberdeen natürlich, denn es ist eine unglaubliche und einzigartige Möglichkeit, die wir hier geboten bekommen. Allerdings würden wir auch gerne die besonderen Momente unserer Freunde und Familien in Deutschland teilen (Hochzeiten, das 1. Kind, 30. Geburtstage etc.).

Anschließend fuhren wir zu unserem Ottenheim. Dort gab es selbstverständlich eine kleine Haustour. K&K waren von der Größe des Hauses überrascht. Sie hätten es sich kleiner vorgestellt. Nach einem Kaffee und Kuscheleinheiten mit den Ottenbabys ging es für unseren Besuch und den Ottenpapa nach Old Aberdeen (historischer Stadtkern) und zum Strand. Ich versuchte währenddessen das Ottenbaby zum Schlafen zu bekommen. 

Auf dem Rückweg zum Ottenheim hielten die drei bei der von uns so geliebten Chips&Fisch-Bude. Es schmeckte, wir immer, vorzüglich. Dies konnten K&K nur bestätigen. Und mit jeder Minute des Essens rückte langsam der Abschied näher. Die Zeit ist viel zu schnell verflogen, aber so ist es ja immer, wenn man Spaß hat. Wir wollten sie gar nicht ziehen lassen, aber das mussten wir ja leider. 

K&K, danke für euren Besuch. Ihr habt uns etwas Heimat hergebracht und für einige Stunden stand die Welt ganz still. Die Zeit mit euch war so schön. Danke, dass ihr den weiten und mutigen Weg im Linksverkehr auf euch genommen habt.

Anmerkung: Die wundervollen Fotos des Beitrages stammen von K&K. 

Montag, 3. Oktober 2016

Dunnottar Castle

Ein sonniger Sonntag ist der perfekte Tag für den ersten Familienausflug der Ottenfamilie außerhalb von Aberdeen. Unser Ziel war Dunnottar Castle, eine atemberaubende Ruine. Diese steht in der Nähe von Stonehaven. Die kleine Küstenstadt liegt etwa 20-25 Minuten südlich von uns entfernt.

Wir starteten früh in den Tag, da wir zum Mittagsbrei des Ottenbabys wieder Zuhause sein wollten. Nach einem schnellen Frühstück ging es auch schon los. Wir waren vollgepackt mit verschiedensten Dingen, die wir als notwendig erachteten (Camera, Wickeltasche, Ergobaby, Rucksack mit Snacks, Kinderwagen, unterschiedliche Jacken für das Ottenbaby), denn mit Baby weiß man ja nie so recht. Der Ottenpapa stellte nüchtern vor der Abfahrt fest, dass ein Familienausflug mit 3 Kindern keinen Spaß machen könne, da es einem Umzug gleich kommen würde. Ob wir jemals erfahren werden, wie sich ein Ausflug mit 3 Kindern anfühlt, wird die Zukunft zeigen.

Voll motiviert fuhren wir los. Ich schlürfte meinen morgendlichen Kaffee als Coffee to go in einem vorbildlich erneut verwendbarem Becher und bestaunte die wunderschöne Landschaft. Wir entschlossen einen kostenlosen Besucherparkplatz in Stonehaven anzusteuern. Von dort bis zur Burgruine sind es gute 1,5 Meilen. Wir ließen den Kinderwagen im Auto und trugen das Ottenbaby in der Ergobaby. Der Ottenpapa war bepackt wie ein Sherpa.

Der Weg zu Dunnottar Castle ist einzigartig schön. Zu Beginn hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf Stonehaven. Danach stiefelten wir die Hügel mal rauf, mal runter direkt an den Klippen entlang. In meinem Kopf summte dazu die Melodie von Enid Blytons 5 Freunden, die in so ähnlichen Kulissen ihre Abenteuer erlebten.
Ottenpapa stellte zusätzlich fest, dass es in den Serien und Filmen, die er gern schaut (nicht Rosemunde Pilcher), genauso aussieht. Auf der einen Seite des Wegs sahen wir die Klippen, während auf der anderen Seite des Wegs Felder und grasgrüne Wiesen mit Kühen  uns erfreuten.
Der Ottenhund wurde bei der Wanderung von jedem zweiten Menschen überschwänglich begrüßt. Sie erobert die Herzen der Schotten jedes Mal im Flug. Die Fotos können die Schönheit dieses Stückchen Erde nicht ansatzweise widerspiegeln, aber sie bieten dennoch einen guten Einblick.

Angekommen bei der Burgruine pausierten wir erst einmal, um neue Energie zu sammeln. Der
Marsch war nämlich ziemlich anstrengend. Es war definitiv ein Workout für mich, da ich unser 8+kg Ottenbaby vor die Brust geschnallt hatte. Ich rechne schon jetzt mit Muskelkater, der mich die nächsten Tage ärgern wird.
Gestärkt und mit neuer Energie erkundeten wir dieses geschichtsträchtige Dunnottar Castle bevor wir uns auf den atemberaubenden Rückweg machten. Sowohl die Burg, als auch der Weg sind zauberhaft und ein Besuch wert, besonders bei so sonnigem Wetter wie wir es hatten. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Eintritt von 7 Pfund pro Person recht viel erscheint für eine Ruine. Doch wir sehen es als eine Art Spende, um dieses geschichtliche Gebäude zu erhalten.

Insgesamt war dieser kleine Ausflug eine wundervolle Energiequelle. Wir tankten Vitamin D, bewegten uns und haben das doch recht silbergraue Aberdeen einmal für kurze Zeit verlassen. Den restlichen Tag waren wir nur noch lazy und haben das Haus nicht mehr verlassen. Ottenbaby und Ottenhund haben einen ausführlichen Mittagsschlaf gemacht, Ottenpapa seinem Lieblingsverein die Daumen gedrückt und ich habe gekocht.